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Flockdown! Schneewalze legt Lausitz lahm

Zahlreiche Straßen gesperrt, Bahnverkehr behindert - und es gibt noch mehr Probleme.

Die K 8618 zwischen Oderwitz und Mittelherwigsdorf ist eine der zahlreichen gesperrten Straßen.
Die K 8618 zwischen Oderwitz und Mittelherwigsdorf ist eine der zahlreichen gesperrten Straßen. ©  Matthias Weber

Der Winter ist mit Wucht in die Oberlausitz zurückgekehrt. Besonders die Nacht zum Montag brachte ausgiebigen Schneefall, so dass die Kräfte in den Bauhöfen und Straßenmeistereien kaum mehr mit dem Schieben und Räumen mithalten konnten. SZ gibt einen Überblick.

Das Landratsamt meldete am Montagvormittag zahlreiche winterbedingte Straßensperrungen im Landkreis. Aufgrund von Schneeverwehungen wurden bereits die folgenden zwei Kreisstraßen gesperrt:

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Willkommen im UnbezahlbarLand
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Was ist eigentlich das Unbezahlbarland? Warum ist der Landkreis Görlitz Unbezahlbarland? Hier finden Sie alle Infos.

- K 8618 zwischen Oderwitz und Mittelherwigsdorf und die K 8632 zwischen Wittgendorf und Dittelsdorf

Für den Lauf des Vormittags kündigte die Behörde darüber hinaus die Sperrung folgender Straßen an:

- K 8675 zwischen Schönbach und Ebersbach

- K 8608 zwischen Sohland am Rotstein und der S 129, Oberbischdorf

- K 8672 zwischen Kottmarsdorf und Obercunnersdorf

- K 8678 zwischen Kleindehsa und Jauernick

Ein erstaunlicherweise ruhiges Einsatzgeschehen meldet dagegen die Polizei im Landkreis. So gebe es keine erhöhte Zahl an Unfällen. "Es gab sogar weniger als an den gleichen Tagen der Vorwoche", heißt es dazu von der Pressestelle der Polizeidirektion Görlitz. In der Krischelstraße in Görlitz habe am Sonntag gegen 22 Uhr Uhr ein 22-Jähriger auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über seinen Smart verloren und sei gegen eine Hauswand geprallt. Der Mann blieb dabei unverletzt.

Zugstörungen ohne Ersatzverkehr

Auch im Ostsachsennetz des Trilex sorgen der starke Schneefall und Schneeverwehungen für Beeinträchtigungen an der Schieneninfrastruktur, insbesondere durch Weichenstörungen in Dresden, Bautzen, Bischofswerda und Zittau. Dadurch kommt es zu Zugverspätungen und Ausfällen, wie Länderbahn-Pressesprecher Jörg Puchmüller auf SZ-Anfrage mitteilt. Die Betriebsdurchführung werde operativ angepasst, daher sollten Reisende mehr Zeit einplanen und auf nicht unbedingt notwendige Fahrten verzichten.

"Generell ist es aufgrund der Straßenbedingungen bei Zugausfällen nicht möglich, einen Ersatzverkehr mit Bussen einzurichten", so Puchmüller. Fahrgäste sollten sich daher vor Fahrtantritt über die Echtzeit-Onlinemedien zur aktuellen Situation informieren und auf nicht unbedingt notwendige Fahrten verzichten. "Es ist damit zu rechnen, dass die Beeinträchtigungen aufgrund der Wetterprognose noch einige Zeit anhalten werden", so Puchmüller weiter.

Ein Trilex-Kunde schildert SZ dagegen das komplette Chaos beim Trilex. "Der erste Trilex in Richtung Görlitz und Zittau hat Dresden um 13.24 Uhr verlassen", erzählt der Mann. Vorher habe es keine Angaben gegeben, wann überhaupt ein Zug fahre. Auf den Anzeigetafeln angezeigte Züge seien dann einfach wieder von da verschwunden und auf der Internetseite von Trilex habe es nur Angaben darüber gegeben, dass ein Zug ausgefallen sei - ohne Informationen, wann der nächste fahre.

SZ-Zustellung stark eingeschränkt

Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien meldet, dass auch die fahrbare Sparkassenfiliale wegen Schneeglätte nicht fahren kann. Der Service-Ausfall betrifft am Montag, 8. Februar, die Haltepunkte Oberoderwitz, Ebersbach Oberland, Großschweidnitz, Niedercunnersdorf, Obercunnersdorf, Dürrhennersdorf, Schönbach und Lawalde.

In eigener Sache weist SZ darauf hin, dass es wegen der starken Schneefälle zu Einschränkungen in der Zustellung kommt. "Zu einigen Zustellern sind die Lieferfahrzeuge gar nicht vorgedrungen", erklärt Falko Krüger, Geschäftsführer des Medienvertriebs . "Wo die Fahrzeuge hingekommen sind, mussten die Boten oftmals die Zustellung abbrechen und versuchen es gegen Mittag noch einmal", so Krüger weiter. In vereinzelten Fällen könne es sogar bis hin zum Totalausfall kommen. "Wir sind noch am Sondieren der Lage. Hoffen wir, dass Räum- und Streufahrzeuge schnell voran kommen."

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