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Neue Masche: Enkeltrick per WhatsApp

Insgesamt dreimal haben Betrüger im Revierbereich Zittau-Oberland zugeschlagen. Die Polizei warnt, denn solche Fälle häufen sich derzeit.

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Symbolbild © dpa-tmn

Im Revierbereich Zittau-Oberland haben Bürger am Donnerstag drei Betrugsversuche angezeigt. Einer davon endete mit einem finanziellen Schaden von rund 1.200 Euro, teilt die Polizei mit.

Am Vormittag klingelte das Telefon in einer Olbersdorfer Wohnung. Eine junge Frau stellte sich in akzentfreiem Deutsch als Mitarbeiterin der Anwaltskanzlei Schneider & Co aus Dänemark vor. Als sie anfing von einem angeblichen Gewinn zu sprechen, beendete der Angerufene das Telefonat und informierte die Polizei.

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Bei einer Schönbacherin meldete sich am Nachmittag eine vermeintliche Bankangestellte. Sie erklärte, dass versehentlich 30.000 Euro vom Konto der Frau nach Rumänien überwiesen worden waren. Die Angerufene witterte den Betrug und legte auf.

Im dritten Fall schickte eine Unbekannte eine WhatsApp-Nachricht an ein 66-Jährige. Die Betrügerin schrieb sinngemäß „Hallo Mutti, hier ist deine Tochter. Mein Handy und SIM-Karte sind kaputt, hier ist meine neue Nummer“. Nach einem kurzen Nachrichtenaustausch schilderte die angebliche Tochter, dass sie dringend Geld benötigte. Ihr Opfer ließ sich darauf ein und überwies rund 1.200 Euro auf ein Konto in Holland. Anschließend kamen ihr Zweifel und sie nahm Kontakt zu ihrer richtigen Tochter unter der „alten“ Rufnummer auf. Diese bestätigte, dass die Nachrichten nicht von ihr waren. Die Geschädigte ging sofort zur Polizei.

Die Polizei stellt im Moment ein hohes Aufkommen von Betrugsversuchen per Telefon fest. Eine ganz neue Herangehensweise ist nun auch die schriftliche Kontaktaufnahme über Messaging-Dienste. Die Beamten raten dazu, dem Bauchgefühl nachzugehen, bevor Sie Geld überweisen oder übergeben. "Lassen Sie sich nicht in den Bann der Betrüger ziehen und emotional unter Druck setzen. Es schadet nicht, sich bei Ihren Verwandten oder der Polizei zurück zu versichern. Helfen Sie als Tochter, Sohn, Enkelin oder Enkel mit, durch Gespräche und Aufklärung finanzielle Schäden, wie in diesem Fall zu verhindern", so Polizeisprecherin Anja Leuschner.

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