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Löbaus OB sieht keine Wahlkampfgräben im Stadtrat

Albrecht Gubsch ist offen für konstruktive Zusammenarbeit mit Konkurrent Heiko Neumann und der Bürgerliste. Das ist entscheidend fürs Ratsklima.

Von Anja Beutler
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Albrecht Gubsch wünscht sich im Stadtrat ein konstruktives Miteinander - auch mit seinem OB-Wahl-Konkurrenten.
Albrecht Gubsch wünscht sich im Stadtrat ein konstruktives Miteinander - auch mit seinem OB-Wahl-Konkurrenten. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Löbaus Oberbürgermeister Albrecht Gubsch setzt auf ein konstruktives Miteinander im Stadtrat - auch mit seinem Konkurrenten im OB-Wahlkampf, Heiko Neumann von der Bürgerliste. Er habe zwar seit der Wahlentscheidung Heiko Neumann noch nicht wieder persönlich gesehen oder getroffen - der Kandidat der Bürgerliste war zur Vereidigung von Gubsch im Dezemberstadtrat erkrankt - aber er sei offen für eine Zusammenarbeit und konstruktive Vorschläge.

Dass die Arbeitsatmosphäre durch den Wahlkampf gestört sein könnte, davon geht der neue OB nicht aus. Es sei zwar im Stadtrat im Jahr 2020 aus wahltaktischen Gründen immer wieder einmal hoch hergegangen, aber prinzipielle oder persönliche Zerwürfnisse sehe er aus seiner Perspektive nicht. Dass dies durchaus ein Problem sein kann, spürte Zittaus OB Thomas Zenker nach seiner Wahl durchaus, als er Konkurrenten im Wahlkampf als Stadträte wieder traf.

Gubsch war im ersten Anlauf seinem Konkurrenten Heiko Neumann knapp unterlegen. Da aber keiner der Kandidaten eine Mehrheit auf sich vereinigen konnte, musste ein zweites Mal gewählt werden. Das Ergebnis drehte sich dabei um und Gubsch lag knapp mit 40,3 Prozent vor Neumann, der 36,3 Prozent erreichte.