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Verlässt OB-Kandidat Albrecht Gubsch das Löbauer Rathaus?

Gerüchte darüber, dass er seinen bisherigen Amtsleiterposten aufgibt und auch nicht mehr OB werden will, kursieren. Was wirklich stimmt, sagt er hier.

Von Anja Beutler
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Albrecht Gubsch leitet seit Jahren das Löbauer Bauamt und kandidiert für den OB-Posten.
Albrecht Gubsch leitet seit Jahren das Löbauer Bauamt und kandidiert für den OB-Posten. © Matthias Weber

Eigentlich will Albrecht Gubsch öffentlich jetzt gar nicht über Gerüchte zu seiner Person reden. Aber spätestens bei der Frage, ob es denn stimmt, dass er nicht nur seinen Job gekündigt hat, sondern auch nicht mehr OB werden will, spricht er doch.

Ja, es stimme, er habe die Kündigung eingereicht, sagt er. Nach SZ-Informationen ist das vor wenigen Tagen, am 30. September, geschehen. Allerdings trete er definitiv nicht von seinen Absichten zurück, als Oberbürgermeister von Löbau gewählt zu werden: "Ich möchte Oberbürgermeister werden - sonst hätte ich meine Kandidatur ja zurückgezogen", sagt er.

Warum dann aber die Kündigung? "Ich will gern selbst entscheiden, wie es weitergeht", macht Gubsch klar. Deshalb hat er eine Entscheidung getroffen, die ihn nicht von anderen abhängig machen wird - egal, wie die Wahl ausgeht. Dabei hat er beim zweiten Anlauf am 17. Oktober durchaus gute Chancen: Mit 27,7 Prozent fuhr Albrecht Gubsch am 26. September das zweitbeste Ergebnis ein. Nur Heiko Neumann von der Bürgerliste schnitt mit 237 Stimmen mehr - und damit 30,54 Prozent - noch ein bisschen besser ab. Da aber beide nicht über 50 Prozent der Stimmen erhielten, ist eine erneute Wahl nötig.

Selbst entscheiden, heißt für den Dürrhennersdorfer, dass er einem anderen Kandidaten nicht im Wege stehen möchte, wenn dieser die Wahl gewinnt. Gubsch sagt in diesem Zusammenhang, er habe sich "ein Hintertürchen offen gelassen". So behindere er niemanden, der lieber ohne ihn einen Neuanfang im Löbauer Rathaus versuchen möchte. Zuletzt war von "zerrütteten Personalstrukturen" gesprochen worden, viel Vertrauen ist offenbar in den vergangenen Jahren unter OB Dietmar Buchholz kaputtgegangen.

Gubsch will aber nicht ausschließen, dass er im Falle einer Wahlniederlage nicht doch weiter in der Verwaltung arbeiten wird: "Wenn der neue OB mit mir arbeiten möchte und wir uns auf eine Zusammenarbeit verständigen können, kann man darüber nachdenken und reden", sagt er. In der Tat ist dafür noch ausreichend Zeit: Der Bauamtsleiter hat ein halbes Jahr Kündigungsfrist - wäre also bis Ende März wohl so oder so im Amt.