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Totes Bernstäter Baby: Prozess beginnt neu

Im Verfahren gegen eine junge Mutter, deren wenige Wochen altes Kind vor knapp einem Jahr ums Leben kam, gibt es eine überraschende Wendung.

Der Prozess um den Tod eines Babys in Bernstadt beginnt noch einmal von vorn.
Der Prozess um den Tod eines Babys in Bernstadt beginnt noch einmal von vorn. © dpa

Der Prozess gegen die jetzt 20-jährige Bernstädterin wegen Körperverletzung mit Todesfolge bei ihrem wenige Wochen alten Säugling startet noch einmal völlig neu. Den Auftakt zur Hauptverhandlung hatte es bereits am 25. November vergangenen Jahres gegeben. Im Januar und Februar sollte es weitere Verhandlungstermine geben. Allerdings konnte das Verfahren nicht wie geplant fortgesetzt werden, weil ein Richter längerfristig erkrankt war. Das hat nun Konsequenzen.

Wie Landgerichtssprecher Jörg Küsgen erklärt, darf eine Hauptverhandlung maximal für drei Wochen unterbrochen werden. Diese Spanne ist allerdings längst überschritten und so beginnt alles noch einmal von vorn - gewissermaßen "bei Null". Nochmals bewertet werden muss damit auch die Entscheidung, ob die Verhandlung öffentlich oder unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt werden soll. Beim ersten Anlauf hatte die Verteidigung mit Blick auf zu erwartende, sehr persönliche Details aus dem Privatleben der Angeklagten einen Ausschluss der Öffentlichkeit erwirkt. Das gelte es aber nun neu zu bewerten, zumal auch der Vorsitzende Richter gewechselt habe, bestätigte der Gerichtssprecher.

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Termine ab Mitte März

Der jungen Frau, die seit rund einem Jahr in Untersuchungshaft sitzt, wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, vor knapp einem Jahr am 17. Februar ihr noch nicht einmal drei Monate altes Kind "unkontrolliert und heftig geschüttelt haben, sodass der Säugling mit dem Kopf an einen harten Gegenstand – etwa eine Tisch-oder Türkante - angeschlagen sei". Vier Tage später ist der kleine Junge dann an seinen erlittenen Hirnverletzungen in der Uniklinik Dresden verstorben.

Sollte die Angeklagte schuldig gesprochen werden, wird Jugendstrafrecht angewandt, da die Mutter noch als Heranwachsende gilt. Zum Zeitpunkt der nun zu klärenden Geschehnisse war sie 19 Jahre alt. Der erste Termin der neu angesetzten Hauptverhandlung ist nun für den 15. März am Landgericht Görlitz terminiert, es folgen weitere sechs Termine bis Ende März.

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