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Herrnhuter Akademie begrüßt Experten zu Koselleck-Tagung

Der Historiker Reinhart Koselleck ist vor 100 Jahren geboren worden. Er ist weltweit bekannt und stammt aus der Oberlausitz. Grund genug für tieferes Interesse.

Von Anja Beutler
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Andreas Schönfelder war an der Organisation der Koselleck-Tagung der Akademie Herrnhut maßgeblich beteiligt.
Andreas Schönfelder war an der Organisation der Koselleck-Tagung der Akademie Herrnhut maßgeblich beteiligt. © Rafael Sampedro

Er gilt als einer der wichtigsten Historiker der Geschichte: Reinhart Koselleck. Vor wenigen Tagen wäre er 100 Jahre alt geworden und deshalb überschlagen sich die großen überregionalen Zeitungen von Süddeutscher über Frankfurter Allgemeine Zeitung bis zur Neuen Zürcher Zeitung derzeit mit Besprechungen neuer Bücher über ihn, über sein Lebenswerk und seine wachsende Bedeutung. Dass Koselleck aus Görlitz stammt und damit Oberlausitzer ist, wissen dabei die wenigsten, denn er ist schon als Kind nach Breslau und dann nach Saarbrücken gezogen und kehrte nie wieder zurück. Dennoch ist für die Herrnhuter Akademie Koselleck zum einen seine Herkunft, vor allem aber auch sein Werk der Anlass für eine große Tagung, die von Freitag bis Sonnabend stattfindet.

Im Komensky in Herrnhut werden sich zur Tagung dann Koselleck-Kenner und namhaften Wissenschaftler gewissermaßen die Klinke in die Hand geben: Unter anderem ist es gelungen, den renommierten Soziologen Hans Joas von der Berliner Humboldt-Universität zu einem Vortrag zu gewinnen, erklärt Akademie-Mitglied Andreas Schönfelder. Auch Wissenschaftler aus Rumänien und der Schweiz werden an der Tagung teilnehmen. Für Schönfelder ist das - neben den derzeit zahlreich erscheinenden Büchern über Koselleck - ein Zeichen dafür, dass die Bedeutung des Historikers auch weiterhin zunehmen wird.