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Rollstuhlfahrer gerät unter Trilex

Der Mann hat bei dem Vorfall auf dem Bahnhof Neugersdorf lebensbedrohliche Verletzungen erlitten. Die Strecke war stundenlang voll gesperrt.

Am Anfang des Bahnsteigs in Neugersdorf hat der Mann im Gleis gelegen, der Zug überrollte ihn trotz Gefahrenbremsung. Sein Rollstuhl stand noch auf dem Bahnsteig.
Am Anfang des Bahnsteigs in Neugersdorf hat der Mann im Gleis gelegen, der Zug überrollte ihn trotz Gefahrenbremsung. Sein Rollstuhl stand noch auf dem Bahnsteig. © xcitepress/mr

Ein schrecklicher Vorfall hat sich am Montagnachmittag am Bahnhof Neugersdorf ereignet. Ein Rollstuhlfahrer geriet dort gegen 14.45 Uhr am Bahnsteig-Anfang unter einen Trilex, der gerade aus Dresden kommend einrollte. Der Triebwagenführer leitete zwar noch eine Gefahrenbremsung ein, aber konnte den Zug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bekommen.

Die Feuerwehren aus Ebersbach und Neugersdorf rückten sofort mit 42 Kameraden und sieben Fahrzeugen an. "Der Mann war kurz ansprechbar, verlor dann aber sein Bewusstsein", sagt Einsatzleiter Ralf Krause. Mehrere Kameraden holten ihn mit einer Trage unter dem Zug hervor und übergaben ihn dem Rettungsdienst. "Er lag relativ günstig, weswegen wir auf technische Hilfsmittel verzichteten", erklärt Ralf Krause. Die Feuerwehrleute gingen auch durch den Zug. Passagieren und Triebwagenführer sei es den Umständen entsprechend gut gegangen, berichtet der Einsatzleiter.

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Der Mann - Ralf Krause schätzt ihn mittleren Alters - erlitt hingegen lebensbedrohliche Verletzungen. Aufgrund dessen alarmierten die Rettungskräfte einen Hubschrauber. Die Feuerwehrleute sicherten daraufhin die provisorisch eingerichtete Landefläche auf der Straße Am Bahnhof ab und halfen anschließend beim Umladen des Patienten vom Rettungswagen. Die Hubschrauber-Besatzung flog den Verletzten schließlich in ein Görlitzer Krankenhaus, wie Alfred Klaner von der Bundespolizei mitteilt. Diese ermittelt nun wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. "Ein Anfangsverdacht." Denn wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar.

Die Strecke war durch den Vorfall stundenlang gesperrt. Auf dem Abschnitt von Ebersbach bis Zittau galt Schienenersatzverkehr. In solchen Fällen werde der Triebwagenführer von einem Kollegen abgelöst, der den Zug weiterfahre, teilt Jörg Puchmüller von der Länderbahn mit. Die Strecke konnte erst im Laufe des Abends wieder freigegeben werden.

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