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Weitere Hoffnung auf Elektrifizierung gestorben

Kurz sah es so aus, dass SachsenEnergie beim Ausbau der Eisenbahnstrecke Bischofswerda-Oberland-Zittau helfen könnte. Das sagt das Unternehmen dazu.

Symbolbild.
Symbolbild. © SZ/Uwe Soeder

Mit dem Vorschlag der ehemaligen Enso - heute SachsenEnergie - für die Elektrifizierung der Strecke Dresden-Görlitz ist auch weiter im Süden die Hoffnung aufgekommen, dass die Strecke Bischofswerda-Oberland-Zittau doch noch Oberleitungen erhalten könnte. Das deutete Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) während der Sitzung eines Stadtratsausschusses an und bestätigte es auf SZ-Nachfrage. Doch die Hoffnung wird enttäuscht. "Es gibt keinerlei Vorgänge in diesem Zusammenhang in unserem Unternehmen", sagte eine SachsenEnergie-Sprecherin auf SZ-Anfrage. Auch die Deutsche Bahn als Infrastrukturbetreiber der Strecke und das sächsische Verkehrsministerium verweisen ausschließlich auf die Pläne für die Strecke Dresden-Görlitz. Der für den Schienennahverkehr in der Oberlausitz zuständige Verkehrsverbund Zvon geht ebenfalls weiter davon aus, dass es in absehbarer Zeit keine Elektrifizierung geben wird.

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Wegen des Strukturwandels und den damit verbundenen Kohle-Milliarden hatten die Bahn und der Freistaat über die Elektrifizierung nachgedacht. Im Juni verkündete Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) dann aber, dass es für das gesamte Ostsachsennetz (Dresden-Görlitz, Bischofswerda-Zittau) kein Kohle-Geld zum Bau von Oberleitungen gibt. Im August kam die erneute Wende für die Strecke Dresden-Görlitz: Der MP sagte, dass ihre Elektrifizierung für den Kohle-Topf zu teuer gewesen wäre. SachsenEnergie hat aber eine alternative Stromversorgung vorgeschlagen, die die Kosten deutlich senken könnte. (SZ/tm)

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