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Diese brutalen Morde gab's in Ruppersdorf

Binnen 30 Jahren wurde der Ort zweimal Schauplatz grausiger Verbrechen. Opfer waren 1910 zwei Frauen und 1940 zwei Kinder.

Von Bernd Dreßler
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Nach dem Verbrechen des Gerhard Süßmann erschienen Postkarten mit dem Porträt des Mörders und dem Tatort.
Nach dem Verbrechen des Gerhard Süßmann erschienen Postkarten mit dem Porträt des Mörders und dem Tatort. © Ortschronik Ruppersdorf

Dieser 8. Dezember 1910 sollte in die Geschichte von Ruppersdorf eingehen – als einer der schwärzesten Tage. Ein Umgebindehaus unweit des Gasthofes „Zum Mohr“ brannte lichterloh. Die beiden Bewohnerinnen – die Witwe Auguste Gedlich (70) und ihre ledige Tochter Ernestine Pauline (37) – betrieben darin einen Gemischtwarenladen. Als sie aus dem brennenden Anwesen gezogen wurden, lebten sie nicht mehr. Doch beide Frauen waren nicht den Feuertod gestorben, sondern brutal mit einem Beil erschlagen worden. Tiefe blutige Kopfwunden sprachen eine deutliche Sprache. Anschließend hatte der Mörder das Haus angezündet, um die Spuren zu verwischen. Doch wer war zu so einer brutalen Tat fähig? Bestimmt ein ortsfremder Tunichtgut, der auf Geld aus war, das er bei den Ladeninhaberinnen vermutete. Oder war es etwa gar ein Einheimischer? Doch welcher Ruppersdorfer sollte dazu fähig sein? Der entscheidende Hinweis kam von einer Schülerin, die den Einheimischen Gerhard Süßmann in den Morgenstunden jenes 8. Dezember zu den Gedlichs in den Laden gehen sah. Nach längerem Leugnen war der 24-Jährige schließlich geständig.

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