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Bergquell startet Jubiläums-Bier

Die Löbauer Brauerei feiert in diesem Jahr ihr 175-jähriges Bestehen. Dafür überrascht Steffen Dittmar mit zwei besonders kultig gestalteten Sorten.

Steffen Dittmar, Geschäftsführer der Bergquell-Brauerei in Löbau wurde jüngst auch zum Unternehmer des Jahres gekürt.
Steffen Dittmar, Geschäftsführer der Bergquell-Brauerei in Löbau wurde jüngst auch zum Unternehmer des Jahres gekürt. © Rafael Sampedro (Archiv)

Löbaus Bergquell-Brauer Steffen Dittmar ist ein pragmatischer Mann. "Wenn die Leute jetzt wegen Corona schon nicht viel zu feiern haben, sollen sie wenigstens ein besonderes Bier bekommen", sagt er. Deshalb brachte er bereits zu Weihnachten zwei neue Bier-Spezialitäten in den Handel, deren großer Absatz eigentlich erst in diesem Jahr starten soll. Aus einem ganz bestimmten Grund und in ganz besonderen Flaschen.

"Die Brauerei feiert 2021 ihr 175-jähriges Jubiläum", sagt Dittmar - damit gehört sie zu den ältesten Unternehmen der Stadt. "Und eigentlich wollten wir dieses Jubiläum gemeinsam mit der Stadt Löbau zum 800. Stadtgeburtstag groß in der Messehalle feiern", sagt er. Doch wegen Corona ist es ungewiss, ob und in welchem Rahmen eine solche Feier möglich sein wird. Zwei flüssige Geburtstagsgeschenke hat Steffen Dittmar trotzdem eingebraut.

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Investition für die Kult-Flasche

Das sind die Sorten "Jubiläum" und "Hell". Beide stechen schon optisch sofort aus dem bekannten Sortiment der Brauerei heraus. "Wir haben für die Flaschen Etiketten aus der DDR-Zeit nachempfunden", sagt Dittmar. Ganz die gleichen Etiketten wie vor etwa 50 Jahren sind es freilich nicht. "Es steht zum Beispiel nicht mehr VEB drauf", sagt er lachend. Und auch die verwendeten Zutaten sind heute edlerer Provenienz. Dem "Jubiläum" etwa geben drei Sorten kostbarer Aromahopfen eine exklusive bittere und Karamell-Palisander-Malz eine noble Würze. "Geschmacklich ist es eine Mischung aus Bock- und Weizenbier", sagt Steffen Dittmar - und mit sechs Prozent Alkohol ist es auch extra stark. Die Sorte "Hell" dagegen ist ein ganz klassisches Helles.

Kult-Charakter bekommen die beiden Geburtstagsbiere noch zusätzlich durch ihre Flaschen. Denn abgefüllt sind sie in 0,33-Liter fassenden "Steinie"- Flaschen - auch "Stubbi" genannt. "Die Flaschen sind schön handlich", sagt Steffen Dittmar - und die "Steinie" war zu DDR-Zeiten marktüblich, obwohl ihr Design ursprünglich aus den USA kommt. Bisher konnte Dittmar das klassische Flaschenformat gar nicht abfüllen. "Wir haben vor Weihnachten noch mal groß investiert", sagt er. Dittmar ließ seine Abfüllanlage ertüchtigen und dabei auch auf die Verarbeitung von "Steinies" erweitern.

Die Kunden haben Steffen Dittmar die erste Charge seiner Geburtstagsbiere förmlich aus den Händen gerissen. "Von der Sorte ,Jubiläum' habe ich nichts mehr da und die Getränkemärkte glaube ich auch nicht mehr", sagt er. Verkauft wird auch nicht in großen Supermärkten oder Discount-Ketten, sondern nur im Getränkefachhandel. "Es ist ein regionales Produkt für die Kunden in der Region", sagt Dittmar. Doch keine Bange, Nachschub ist in Arbeit. "Im Februar beliefern wir die Händler mit dem nächsten Sud", sagt Dittmar und gibt den Sorten noch viel mehr Zukunft. "Wir werden die Jubiläums-Sorten das ganze Jahr über brauen. Und wenn die Dynamik anhält, werden wir das fortsetzen", sagt er - dann schließt er auch nicht aus, dass künftig auch andere Bergquell-Sorten in der kultigen "Steinie" landen.

Die "Steinie"-Flaschen mit der Sorte "Hell" in der Abfüllanlage.
Die "Steinie"-Flaschen mit der Sorte "Hell" in der Abfüllanlage. © Bergquell-Brauerei
Die Flaschen kommen in speziell gestalteten Kästen á 20 Stück in den Handel.
Die Flaschen kommen in speziell gestalteten Kästen á 20 Stück in den Handel. © undefined
Das Retro-Etikett der Sorte "Jubiläum" im DDR-Design.
Das Retro-Etikett der Sorte "Jubiläum" im DDR-Design. © undefined

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