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Löbauer Feuerwehrleute finden Leiche

Der Leichnam hat in einem brennenden Auto gelegen. Er ist bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Die Polizei schließt auch eine Straftat nicht aus.

Von dem Unglück, das sich Stunden zuvor abgespielt hat, ist gestern Nachmittag an der Beethovenstraße nichts mehr zu sehen. Laut Polizeibericht hat hier kurz nach Mitternacht am Mittwoch ein Auto gebrannt. Die zum Brandort geeilten Feuerwehrkameraden fanden bei den Löscharbeiten auf dem Rücksitz eine Leiche. Von Spaziergängern im nahen Wohngebiet, die an dem Herbstnachmittag unterwegs sind, hat keiner davon etwas mitbekommen oder im Laufe des Tages gehört. Auch in der Nacht blieb das brennende Auto wohl zunächst unbemerkt. Das Fahrzeug war auf einer alten Industriebrache abgestellt. „Das ist recht abgelegen“, erklärt Polizeisprecher Thomas Knaup. Ein Zeuge bemerkte schließlich das Feuer und alarmierte die Brandschützer, die dann den grausigen Fund machten.

Nun gilt es für die Kriminalpolizei herauszufinden, wer der Tote überhaupt ist, beschreibt Knaup das Vorgehen. Dazu hat die Staatsanwaltschaft Görlitz die Obduktion des Leichnams angeordnet. „Bisher wissen wir noch nicht einmal, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt“, sagte Knaup der SZ gestern Abend. Denn die Leiche ist bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Anhaltspunkte gibt es bisher nur wenige.

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Der Opel Corsa, in dem die Leiche gefunden wurde, hatte ein Löbauer Kennzeichen. Ist die Identität geklärt, werde man zunächst im Umfeld des Toten ermitteln, im Familien- und Bekanntenkreis, erklärt Polizeisprecher Thomas Knaup. Oft ließe sich der Fall dann bereits aufklären. Möglicherweise werde später auch die Öffentlichkeit hinzugezogen und nach Zeugen gesucht. An erster Stelle stehe aber die Klärung der Identität. Die Kripo ermittelt außerdem in alle Richtungen. Von Suizid bis hin zu einer Straftat sei alles möglich, so Knaup. (SZ/rok)