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Löst eine Ampel das Problem?

In Kleinwolmsdorf ist der neue Schulweg zum Bus gefährlich. Auch nach einer Beratung zu dem Thema sind die Einwohner unzufrieden.

© Thorsten Eckert

Von Nadine Steinmann

Kleinwolmsdorf. Es war ein positives Signal, dass sich ein Mitarbeiter des Bautzener Straßen- und Tiefbauamtes umgehend mit den Sorgen der Kleinwolmsdorfer Eltern befasst hat. Denn seitdem der Landkreis die Kleinwolmsdorfer Straße unter Vollsperrung ausbauen lässt, müssen vor allem die Kinder, die an den Hofehäusern wohnen, einen sehr langen Weg zur Ersatzhaltestelle des Busses 310 auf sich nehmen. Der ein Kilometer lange Fußmarsch hält dabei viele Gefahren für die Schulkinder bereit. Einen Fußweg gibt es beispielsweise nicht durchgehend.

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Mit ihrem Problem, das unmittelbar nach Baubeginn an 18. September festgestellt wurde, haben sich die Eltern aus Kleinwolmsdorf zunächst an den Gemeinderat und Bürgermeisterin Martina Angermann gewandt. Die hat sofort im Landratsamt Bautzen durchgeklingelt, um einen Termin mit dem Zuständigen der Baustelle zu vereinbaren. Der fand immerhin bereits am Mittwochabend statt – nur zehn Tage nachdem die Eltern das Problem vorgetragen haben. Die Behörde nimmt die Sorgen der Kleinwolmsdorfer also durchaus ernst.

Doch so richtig zufrieden sind die Bürger aus der Beratung, die in der alten Schule stattgefunden hat, nicht herausgegangen. Denn der Vorschlag aus Bautzen ist nach Ansicht von Kleinwolmsdorfs Ortsvorsteherin Heidemarie Heim, die auch für viele Bürger spricht, nicht die ideale Lösung. Geplant ist demnach, die gefährlichste Stelle – die schmale Brückenquerung kurz vor dem Ortsausgang in Richtung Arnsdorf – mit einer Ampel sicherer zu gestalten.

Zudem soll ein kleiner Bereich als Fußweg abgetrennt werden. „Die Brücke ist doch ohnehin schon sehr eng“, zeigt sich Heidemarie Heim nicht überzeugt. Sie hält immer noch an der Lösung fest, die von den besorgten Eltern aus Kleinwolmsdorf von Anfang an präferiert wurde: Der Bus fährt nach wie vor die Haltestelle „Hofehäuser“ an. Anschließend hat er die Möglichkeit, nur wenige Meter weiter an einer Wendeschleife auf dem Feld umzudrehen. „Aber angeblich wäre das aus Zeit- und Kostengründen nicht möglich“, so Heidemarie Heim.

Auch der Vorschlag der Kleinwolmsdorfer Eltern, auf eine Busverbindung in den frühen Morgenstunden zu verzichten, scheint offenbar nicht möglich zu sein. Ein Vertreter des Regionalverkehrs Dresden, der die Buslinie 310 betreibt, war am Mittwochabend allerdings nicht dabei.

Deswegen wollen die Eltern und die Ortsvorsteherin die Flinte noch nicht ins Korn werfen. Stattdessen wolle man sich direkt an die Verantwortlichen wenden, um über die Möglichkeit der Wendeschleife noch einmal zu sprechen. „Es ist ja nicht so, als müsste der RVD seinen Fahrplan nur für wenige Tage umstellen. Die Baustelle geht schließlich 16 Monate lang“, zeigt sich Heidemarie Heim entrüstet. Sprich: Die Kinder und auch ältere Bewohner des Ortsteiles müssten sogar zwei Winter lang den gefährlichen, weiten Weg bis zur Ersatzhaltestelle laufen. Und das will man in Kleinwolmsdorf nicht hinnehmen.