Der Kamenzer Veranstalter und Gastwirt Lars Juschten verwirrt die Kundschaft mit einem „Bewusstseinswandel“. Mancher kann ihm dabei nicht folgen.
Von Frank Oehl
Kamenz. Seit Anfang des Jahres sorgt das Bowlingcenter in Kamenz für Aufmerksamkeit der etwas anderen Art. Sogar in den karnevalistisch-politischen Frühschoppen des KKC hat es Betreiber Lars Juschten (43) geschafft – mit seiner postulierten Nähe zum „Königreich Deutschland“ mit Staats- und Regierungssitz in Wittenberg. Stadtbüttel Lorenzo alias Steffen Lorenz witzelte vor vollem Saal im Hotel Stadt Dresden sinngemäß, dass es in Kamenz schon einen König (im Rathaus?) gebe und dass es weiterer Königreiche in der Stadt eigentlich nicht unbedingt bedürfe.
Der Scherz war am 29. Januar etwas ins Leere gelaufen, weil es vielen Bowling- und Gaststättenkunden noch gar nicht aufgefallen war, dass der Hauptsitz des „Pins“ vorübergehend vom Garnisonsplatz in Kamenz an den Petersplatz 6 in der Lutherstadt gewandert war, wie man auch im Impressum der Bowlingcenter-Internetseite nachlesen konnte. Da war ja sogar eine Identifikationsnummer des „VGD-Service Lars Juschten“ im „Königreich Deutschland“ abgedruckt. Und neue AGB und so weiter.
Temporäre Staatszugehörigkeit?