Ein Görlitzer soll beim "Schild & Schwert Festival" in Ostritz vor den Augen von Polizisten verbotene Äußerungen gerufen haben. Vor dem Amtsgericht Zittau bestreitet er das.
Ostritz. Das Nazi-Treffen "Schild & Schwert Festival" in Ostritz beschäftigt im Nachgang immer wieder die Justiz - meist weil irgendwelche verbotenen Nazi-Symbole gezeigt werden. Ähnlich war es in einem Prozess, der nun vor dem Amtsgericht Zittau verhandelt wurde. Doch der 39-jährige Angeklagte aus Görlitz beschwor, nichts Unrechtes getan zu haben und von der Polizei wegen einer Tat angezeigt worden zu sein, die er nicht begangen habe. Und dafür hatte er auch Entlastungszeugen.
Der Mann war am 22. Juni 2019 Besucher des Festivals. Weil die Behörden damals ein Alkoholausschank-Verbot auf dem Veranstaltungsgelände verfügt hatten, begab er sich in einer Konzertpause wie viele andere Besucher zum Penny-Markt am Ortsrand, versorgte sich dort mit Bier und hielt sich auch in einer kleinen Gruppe vor dem Markt auf. In unmittelbarer Nähe standen auch mehrere Polizeibeamte mit ihren Einsatzwagen, um das Geschehen im Auge zu behalten.
Als sich der Mann dann mit seinen Begleitern wieder zum Veranstaltungsgelände aufmachte, soll er vor den Augen und Ohren der Polizisten "Sieg Heil!" und "Heil Hitler!" geschrien haben. Die Polizisten stellten umgehend seine Identität fest und er erhielt einen Strafbefehl über 60 Tagessätze zu 40 Euro - also 2.400 Euro. Dem widersprach der Mann.