Die Empörung über die Art und Weise der Standortwahl des Kreises für Zittaus 4. Heim in der Hirschfelder Ortslage Rosenthal ist groß. Es gibt viel Kritik.
Zittau. Die Hoffnung der Hirschfelder Ortschaftsräte, noch Einfluss auf die Standortwahl der nächsten Flüchtlingsunterkunft im Süden des Landkreises zu nehmen, wird sich nicht erfüllen. "Die Entscheidung ist bereits
getroffen", sagt Kreissprecherin Julia Bjar auf SZ-Nachfrage. Damit bleibt es bei der Reaktivierung des früheren Lehrlingswohnheimes der Flachsspinnerei im Hirschfelder Ortsteil Rosenthal. Der Landkreis habe dabei gar keine andere Wahl, betont sie. Denn weder schulische oder kulturelle Infrastruktur noch Turnhallen sollen zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden.
Laut Bjar werde sich die Ausländerbehörde aber rechtzeitig mit dem künftigen Betreiber sowie den Verantwortlichen in Hirschfelde und Zittau zusammensetzen, um ein individuelles Sicherheitskonzept für den Standort und die Bewohner auszuarbeiten. "Dabei haben Stadt und Ortsteil viele Möglichkeiten, proaktiv auf die berechtigten Befindlichkeiten der Bürger einzugehen."
Bis die Flüchtlinge in Hirschfelde tatsächlich eintreffen, bleibt indes noch etwas Zeit. Nach Auskunft von Julia Bjar soll die Unterkunft frühestens Ende Juni in Betrieb genommen werden. Bis dahin gilt es, das Gebäude nutzbar zu machen. Insbesondere geht es um die
sanitären Einrichtungen und die Küchen. Aber auch die
Brandschutzvorrichtungen müssen auf Vordermann gebracht werden. Insgesamt jedoch sei die Bausubstanz gut, lediglich am Dach müsse vereinzelt Hand angelegt werden. Zimmer
und Gemeinschaftsräume könnten ebenfalls mit geringem Aufwand hergerichtet werden.