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Dresden

Loschwitzer bekommen keine Schranke

Anwohner der Friedrich-Wieck-Straße ärgern sich immer wieder über zu schnelle Autos. Doch ändern wird sich wohl nichts. 

Blick in die Friedrich-Wieck-Straße © imago/Torsten Becker

Seit Jahren beschweren sich Anwohner, Gastronomen und Händler über den Durchgangsverkehr auf der Friedrich-Wieck-Straße. Oft würden Autos mit zu hoher Geschwindigkeit dort hindurchfahren und außerdem alles zuparken. Nun gibt es Ideen der Anwohner, dort eine Schranke zu errichten. Doch die Stadt hat Bedenken und würde einen entsprechenden Antrag als nicht genehmigungsfähig einordnen. Das bestätigt Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) auf Anfrage von SPD-Stadträtin Kristin Sturm.

Die Friedrich-Wieck-Straße sei offen für den öffentlichen Verkehr für Autos, Räder und Fußgänger, so Sittel. Die Errichtung einer Durchfahrtsschranke würde nicht nur dem Charakter dieser Ortsstraße entgegenstehen, sondern sei mit der öffentlichen Nutzung nicht vereinbar. „Mit einer Schranke abgesperrte Wege deuten auf Privatwege hin“, betont Sittel. Daran würde auch die Tatsache nichts ändern, dass der Fußgängerverkehr trotz Schranke möglich wäre. Die Friedrich-Wieck-Straße habe innerhalb des Straßennetzes eine eher untergeordnete Bedeutung. Sie diene vorrangig dazu, dass alle Anwohner zu ihren Grundstücken kommen können. Die Verkehrsbelastung sei so gering, dass ein sachlicher Grund für besondere Maßnahmen derzeit nicht da ist, schreibt der Bürgermeister.

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Gute Nachrichten für Loschwitzer gibt es an anderer Stelle. Anfang September beginnen die Arbeiten für einen größeren Parkplatz an der Fidelio-F.-Finke-Straße. Entstehen sollen dort 22 zusätzliche Stellplätze für Autos, davon ein Behindertenstellplatz. Außerdem kommen drei Plätze für Motorräder und fünf für Fahrräder dazu. Laut Straßen- und Tiefbauamt sollen die Arbeiten bis Ende Oktober beendet sein. Schon lange gab es Diskussionen darum, da sich die Anwohner und Händler immer wieder über zu wenige Parkplätze beschwert hatten.

Weiter gedulden müssen sich dagegen die Anwohner am gegenüberliegenden Schillerplatz. Dort warten alle auf das Parkkonzept. Die Varianten für den Parkplatz werden derzeit mit der Denkmalbehörde und der Umweltbehörde untersucht und abgestimmt, sagte Anke Hoffmann aus dem Presseamt. Wenn diese Abstimmung abgeschlossen ist, soll der Bebauungsplan mit den Anwohnern besprochen und das Parkkonzept vorgestellt werden. (SZ/jv)