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Weißwasser

„Lotta“ sendet nicht mehr

Die Lausitzer Wölfin starb an massiven Bissverletzungen. Drei anderen Wölfen mit Sendern geht es gut, auch dem, der in Görlitz für Furore sorgte.

Wolf „Hans“ wurde im Januar wieder in die Freiheit entlassen. In Görlitz hatte er für Aufsehen gesorgt, weil er durch ein Kellerfenster gesprungen war und von einem Tierarzt betäubt werden musste.
Wolf „Hans“ wurde im Januar wieder in die Freiheit entlassen. In Görlitz hatte er für Aufsehen gesorgt, weil er durch ein Kellerfenster gesprungen war und von einem Tierarzt betäubt werden musste. © Dr. Axel Gebauer

Der Sender der Wolfsfähe „Lotta“ ist verstummt. Sie wurde am 24. März tot aufgefunden, teilte die Fachstelle Wolf des Landesumweltamtes Sachsen (LfULG) gestern in Dresden mit. Die routinemäßige Autopsie des Kadavers im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin habe ergeben, dass die Wölfin an den Folgen massiver Bissverletzungen starb. Der Fundort befand sich im Grenzgebiet zwischen dem Neustädter und Mulkwitzer Wolfsterritorium in der Lausitz.Neun Monate ist es her, dass die beiden Schwestern „Lotta“ und „Juli“ im Abstand von einer Woche besendert werden konnten. Anders als ihre große Schwester, die sehr heimattreu war, hatte „Juli“ bereits im Herbst 2019 damit begonnen, immer wieder und immer weitere Ausflüge in alle Himmelsrichtungen zu unternehmen. Im Februar kehrte sie letztmalig in ihr elterliches Territorium in der Lausitz zurück. Seitdem hält sie sich in der Nähe des Truppenübungsplatzes Hintersee in Mecklenburg-Vorpommern auf.

Die beiden Wolfsrüden sind noch da

Aus der sächsischen Lausitz senden jetzt noch die beiden Wolfsrüden Daten. Einer davon ist „Peter“, der erst Anfang April besendert worden ist. Seine ersten Senderdaten weisen darauf hin, dass er der Vaterwolf des neuen Mulkwitzer Rudels ist. Dieses Rudel wurde im Sommer 2019 erstmals bestätigt, als ein toter Welpe gefunden wurde und ihm zugeordnet wurde. Das Mulkwitzer Territorium befindet sich zwischen den Neustädter, Nochtener und Milkeler Wolfsterritorien.

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Bei dem zweiten männlichen Wolf am Sender handelt es sich um „Hans“. Er hatte am 30. Dezember 2019 für Aufsehen gesorgt, als er sich in Görlitz in einen Hinterhof verirrt hatte und durch ein Kellerfenster eines der dortigen Häuser gesprungen war. Nachdem der Wolf von einem Tierarzt betäubt und untersucht worden war, beschloss man, ihn aufgrund der sehr geringfügigen Schnittverletzungen wieder in die Freiheit zu entlassen. Vorher wurde er noch mit einem Halsbandsender ausgestattet. Kurz nach seiner Freilassung in einem ruhigen Waldstück begab sich „Hans“ mitten ins Kerngebiet des Daubaner Rudels und verbrachte dort die nächsten acht Tage. Die genetischen Untersuchungen zeigten später, dass „Hans“ ein fast drei Jahre alter Sohn dieses Rudels ist.

Das neue, mehrjährige sächsische Landesprogramm „Besenderung Wolf“ startete 2019 im Auftrag des Landesumweltamtes. Auftragnehmer ist das Lupus-Institut für Wolfsmonitoring und -forschung. Die mittels Telemetrie gewonnenen Daten von möglichst vielen Wölfen sächsischer Rudel sollen helfen, bessere Informationen über das Leben von Wölfen in der Kulturlandschaft zu erhalten. In der sächsischen Oberlausitz ist der Wolfsbestand in den letzten Jahren nicht nur gewachsen, sondern hat sich auch weiter verdichtet. 

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