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Lübecker an Silbermannorgel

© Egbert Kamprath

Der Lübecker Organist Arvid Gast bringt am Sonntag in Reinhardtsgrimma ein außergewöhnliches Orgelwerk ins Osterzgebirge mit.

Reinhardtsgrimma. Die Orgelkonzertreihe wird am Sonntag in Reinhardtsgrimma fortgesetzt. Zu Gast ist der Organist Arvid Gast aus Lübeck. Sein Programm dreht sich um einen Besuch des zwanzigjährigen Johann Sebastian Bach bei seinem musikalischen Vorbild Dieterich Buxtehude in Lübeck. „Die Werke der beiden Komponisten sind einander gegenübergestellt“, informiert Ben Uhle vom Büro Netzwerk Projektziel, das Werbung für die Orgelkonzertreihe macht. Zu Gehör bringt Arvid Gast dabei unter anderem die Choralfantasie „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“. Erst 2008 tauchte eine Abschrift des Werkes auf; damit ist sie das jüngste entdeckte Orgelwerk Bachs.

Arvid Gast stellt am Sonntag in Reinhardtsgrimma ein Werk von Johann Sebastian Bach vor, das erst 2008 entdeckt worden ist. © PR

Arvid Gast wurde 1962 in Bremen geboren und studierte Orgel und Kirchenmusik in Hannover. Bereits während des Studiums gewann er mehrere Orgelwettbewerbe und übernahm 1990 das Amt des Organisten und Kantors an der Hauptkirche St. Nikolai zu Flensburg. 1993 wurde er als Professor für Orgel an die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig berufen und zum Leipziger Universitätsorganisten ernannt.

Arvid Gast wurde im Januar 2005 zum Organisten der St.-Jakobi-Kirche Lübeck ernannt. (SZ/mb)

Konzert „Bach in Lübeck“ mit Arvid Gast, Lübeck, Sonntag 17. Juni, 16 Uhr; Tickets: 8/ermäßigt 6 Euro