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Lügenmuseum wird nicht als Museum anerkannt

An dem Status hängt eine wichtige Steuerbefreiung. Das Lügenmuseum erfülle die Kriterien nicht, heißt es vom Freistaat.

© Arvid Müller

Von Nina Schirmer

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Radebeul. „Provinzposse oder Kunstskandal?“, fragt Reinhard Zabka, Leiter des Radebeuler Lügenmuseums, und wendete sich mit einer Mitteilung an die Öffentlichkeit. Darin beklagt er, dass sein Kunstprojekt im ehemaligen Gasthof Serkowitz von der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen nicht als Museum anerkannt werde.

Als Begründung habe die Landesstelle angegeben, dass das Lügenmuseum die weltweit geltenden Richtlinien des Internationalen Museumsrats nicht erfülle. Deshalb wurde eine Steuerbefreiung für die Einnahmen abgelehnt.

Zabka ist darüber verwundert, denn am ehemaligen Standort in Brandenburg wurde das ganz anders gehandhabt. „Das Ministerium des Landes Brandenburg fragte Mindeststandards ab und stellte eine Bescheinigung aus“, so Zabka. Das Lügenmuseum wurde dort als Kunstmuseum akzeptiert und sehr geschätzt, sagt er.

Zabka, der 2016 mit dem Radebeuler Kunstpreis ausgezeichnet wurde, kämpft nun auch in Sachsen für eine Steuerbefreiung und kommentiert die Titelaberkennung sarkastisch: „Der nutzlosen Absurdität einer schier schrankenlosen Maßlosigkeit setzt das Lügenmuseum noch eins drauf und gibt sich einen neuen Namen“, „Kultur-Forum alternativer Fakten“ oder „Fake News Theater“ soll es heißen. Zabka: „So wird das Lügenmuseum der Kontrapunkt, den wir brauchen, um den Wahnsinn dieser Zeit auszuhalten.“