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Luftangriff auf Flüchtlingslager

Bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager im Norden Syriens sind mindestens 28 Menschen getötet worden. Wer dafür verantwortlich ist, war zunächst unklar.

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Damaskus. Bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager in einem von Rebellen kontrollierten Gebiet im Norden Syriens sind mindestens 28 Menschen getötet worden. Dies teilten am Donnerstag Aktivisten der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Bei der Attacke in der Stadt Sarmada in der Provinz Idlib nahe der Grenze zur Türkei kamen demnach auch mindestens sieben Kinder ums Leben. Wer dafür verantwortlich ist, war zunächst unklar.

Den Menschenrechtsbeobachtern zufolge wurden bei dem Angriff auch mehrere Menschen schwer verletzt. Es wurde erwaret, dass die Opferzahl noch steigt.

Die Stadt Sarmada liegt in der Nähe eines Grenzübergangs, der für die Rebellen im nordsyrischen Stadt Aleppo die letzte Verbindung in die Türkei ist.

Zuvor war nach fast zwei Wochen heftigen Kämpfen eine neue Waffenruhe auf Aleppo ausgeweitet worden, die zunächst weitgehend hielt. Die zwischen Regime und Rebellen geteilte Stadt ist umkämpftester Schauplatz in Syriens Bürgerkrieg. Den Menschenrechtsbeobachtern zufolge waren zuletzt mindestens 285 Zivilisten bei Luftschlägen des Regimes sowie Angriffen von Rebellen getötet worden.

Aus Protest gegen den Anstieg der Gewalt hatte Syriens Opposition die Genfer Friedensgespräche verlassen. Insgesamt sind seit Ausbruch des Bürgerkriegs vor mehr als fünf Jahren nach UN-Angaben rund 400 000 Menschen ums Leben gekommen. (dpa)