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Landtagswahl 2019

Maaßen zieht sich aus Wahlkampf zurück

Der Ex-Verfassungsschutzchef wird vor der Landtagswahl nicht mehr für die CDU in Sachsen werben. Ministerpräsident Kretschmer begrüßt die Entscheidung. 

Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen.
Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen. © dpa/Robert Michael

Berlin. Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen zieht sich aus dem Landtagswahlkampf der sächsischen CDU zurück. Er schrieb am Sonntagabend auf Twitter: "Ich wollte meiner Partei in Sachsen helfen. Da meine Unterstützung von Ministerpräsident (Michael) Kretschmer für nicht nötig erachtet wird, ziehe ich mich schweren Herzens zurück und wünsche der CDU Sachsen zugleich aus vollem Herzen viel Erfolg!" Zugleich freue er sich aber auf seine Wahlkampfhilfe am Donnerstag in Brandenburg.

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"Maaßen hat Sachsen geschadet“

Sachsens Ministerpräsident ist alles andere als glücklich über die Auftritte von Hans-Georg Maaßen im CDU-Wahlkampf. 

Dem Vernehmen nach waren in Sachsen jedoch sowieso keine Auftritte mit Maaßen mehr vereinbart.

Kretschmer (CDU) hatte den früheren Verfassungsschutzpräsidenten für dessen umstrittenes Verhalten in der Vergangenheit kritisiert. So habe sich die Debatte über die rechten Ausschreitungen in Chemnitz nach der tödlichen Messerattacke durch Maaßens Äußerungen verlängert, was Sachsen geschadet habe, sagte Kretschmer dem "Spiegel". "Allein deswegen hätte ich ihn nicht eingeladen, aber wir sind ein freies Land", fügte er mit Blick auf die Wahlkampfauftritte Maaßens, der selbst CDU-Mitglied ist, mit sächsischen CDU-Landtagskandidaten hinzu. 

Kretschmer begrüßt Maaßen-Rückzug

CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer hat den Rückzug von Maaßen aus dem sächsischen Landtagswahlkampf ausdrücklich begrüßt. "Maaßen hat genügend Ärger gemacht", erklärte Kretschmer in Dresden. 

"Dieser Mann und sein undifferenziertes Gerede haben die Debatte über die rechtsradikalen Ausschreitungen in Chemnitz unnötig verlängert", sagte Kretschmer. "Maaßen hat keine Bedeutung." Seine Aufmerksamkeit entstehe lediglich durch die mediale Begleitung seiner Auftritte. (dpa)