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Mini-WM

Mädels wollen die Mini-WM aufmischen

Am Sonntag spielt der Fußballnachwuchs im Harbig-Stadion. Womit will einzige Mädchenteam punkten? 

Die Mädchen vom 1. FFC Fortuna
Dresden wollen sich beweisen.
Die Mädchen vom 1. FFC Fortuna Dresden wollen sich beweisen. © privat

Eigentlich wollten sie ja mit Holzschuhen ins Stadion einlaufen. Schließlich treten sie bei der SZ-Mini-WM am Sonntag für die Niederlande an. „Diese Idee mussten wir aber verwerfen“, sagt Roland Hönisch, Vereinschef des 1. FFC Fortuna Dresden. „Die Dinger sind ja richtig teuer.“ Stattdessen werden sie sich nun immerhin mit orangefarbenen Sonnenbrillen schmücken.

Viel wichtiger als die Optik ist aber die Herausforderung selbst: Die Fortuna wird beim Turnier die erste und einzige reine Mädchenmannschaft ins Rennen schicken. Bei der Mini-WM wollen sich Lille, Laura, Hanna und ihre sieben Mitstreiterinnen mit den C-Jugend--Jungs von 31 anderen Mannschaften messen, die wiederum andere Länder repräsentieren.

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Dafür wurde bis zuletzt intensiv trainiert: Besonders Sprints, Dribblings und Torschüsse standen auf dem Plan. Insgesamt sind derzeit rund 100 Mädchen und Frauen in allen Altersklassen n beim 1. FFC Fortuna Dresden aktiv. Damit ist der Verein ein Leuchtturm für den ganzen Fußballosten. Die erste Mannschaft spielte zuletzt zehn Jahre lang in der Regionalliga. Als nun die Frage im Raum stand, ob die Jüngeren erstmalig an der Mini-WM 2019 teilnehmen wollen, mussten die Spielerinnen nicht lange überzeugt werden.

„Die Mädchen sind schon ziemlich aufgeregt“, sagt Jugendleiter Kai Grösel. In Sachen Schnelligkeit und Zweikampfhärte hätten sie zwar körperliche Nachteile gegenüber den Jungs, allerdings könnten sie dafür mit Willensstärke punkten. „Die bleiben auf dem Platz nicht wie Käfer liegen, sondern es geht sofort weiter“, sagt Grösel.

Außerdem seien sie technisch und taktisch gut ausgebildet und hätten zum Teil schon Erfahrungen in Trainingslagern der Landesauswahl sammeln können. „Da sind einige dabei, die den Jungs was vormachen können“, betont Grösel selbstbewusst.

Unabhängig vom sportlichen Ausgang ist die Teilnahme für die Spielerinnen ein großes Abenteuer und für den Verein eine Plattform, um auf sich und den Frauenfußball aufmerksam zu machen.

Zuschauer sind am Sonntag zwischen 9 und 16.30 Uhr im Rudolf-Harbig-Stadion gern gesehen. Der Eintritt ist kostenlos.

sz-mini-wm.de