merken

Märchen-Prinz präsentiert romantische Schloss-Geschichten

Seit es die Ausstellungen zum Kultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ im Schloss gibt, ist Pavel Travnicek häufig zu Gast. Diesmal hatte das zwei Gründe.

© Norbert Millauer

Von Sven Görner

Anzeige
Der Garant für beruflichen Erfolg

Der Meistertitel ist und bleibt das höchste Qualitätssiegel im Handwerk. Die Handwerkskammer bietet für viele Handwerksberufe Meisterkurse an.

Moritzburg. Wenn der tschechische Schauspieler Pavel Travnicek nach Moritzburg kommt, erinnert er sich natürlich an die Dreharbeiten zum deutsch-tschechischen Kultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Denn dieser entstand ja bekanntlich im Winter 1973 auch am einstigen Jagdschloss Augusts des Starken.

Die Geschichte von Sabine und Michael Peter schrieb die Tochter auf.
Die Geschichte von Sabine und Michael Peter schrieb die Tochter auf. © privat
Fast wie im Film. Maria und Michael Wendt nach der Hochzeit in Moritzburg.
Fast wie im Film. Maria und Michael Wendt nach der Hochzeit in Moritzburg. © privat
Alexandra Bohlig will ihre Moritzburg-Geschichte erst noch erleben.
Alexandra Bohlig will ihre Moritzburg-Geschichte erst noch erleben. © privat

Wobei das mit dem Winter so eine Sache war. „Das Wetter war damals genauso wie heute“, erzählte der Aschenbrödel-Prinz am Freitag bei seinem Besuch. „Das Polyethylen, das der Regisseur als Schneeersatz verstreuen ließ, sah zwar super aus, allerdings nur bis zum nächsten Windstoß.“ Und das dann zum Einsatz kommende Fischmehl stank fürchterlich.

Mit solchen Widrigkeiten musste sich der Schauspieler am Freitag in der winterlichen Dauerausstellung zum Film indes nicht auseinandersetzen. Ganz im Gegenteil. Denn auf den 67-Jährige warteten gleich zwei schöne Aufgaben. Am Vormittag präsentierte der Filmprinz gemeinsam mit dem Schlösserland Sachsen die drei Erstplatzierten des diesjährigen Gewinnspiels zur Ausstellung „Am Ende siegt die Liebe“.

Gesucht wurden romantische Schloss-Moritzburg-Geschichten. Insgesamt gab es 66 Einsendungen. Die meisten Geschichten, immerhin 58, wurden von Frauen geschrieben, was wohl auch mit daran liegen mag, dass Moritzburg zur Aschenbrödelzeit im Winter vor allem ein Frauen-Schloss ist, wie die Verantwortlichen vom Schlösserland festgestellt haben.

Überrascht hat die Jury, dass es in einigen der Liebesgeschichten auch um schwierige Lebenssituationen und Krankheiten geht. Wie in der von Alexandra Bohlig, einer vierfachen krebskranken Mutter aus Berlin. Sie möchte ihre romantische Geschichte am traumhaften Schloss Moritzburg erst noch erleben. Mit ihrem Traummann, der seit 2015 in vielen schweren Stunden an ihrer Seite ist. Ihm möchte sie in Moritzburg gern einen Heiratsantrag machen. Die Geschichte der jungen Frau aus Berlin gehörte zu den drei, die von der Jury ausgewählt wurden und über die am Mittwoch und Donnerstag bei Facebook abgestimmt werden konnte. Am Ende erhielt sie die meisten Stimmen. Ihren Preis – eine Übernachtung in den Teichhäusern und ein romantisches Dinner zu zweit – konnte die Berlinerin am Freitag allerdings nicht von Pavel Travnicek in Empfang nehmen. Sie musste sich wieder behandeln lassen.

Die beiden anderen Geschichten handeln zum einen von Maria und Michael Wendt aus Leipzig, auf deren Weg zum gemeinsamen Glück ein Schimmel und drei Haselnüsse eine wichtige Rolle gespielt haben. Geheiratet haben sie 2016 – natürlich in Moritzburg. Fast schon 25 Jahre ist dagegen das Geraer Ehepaar Peter miteinander verheiratet. Sein romantisches Moritzburg-Erlebnis liegt allerdings erst ein paar Monate zurück. Aufgeschrieben und heimlich eingeschickt hat die Geschichte übrigens die 18-jährige Tochter der beiden.

Alle Geschichten sind in der Ausstellung zu finden. Diese ist noch bis zum 25. Februar geöffnet.