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Märzenbecher bereiten Rückzug vor

Im Polenztal wurde eigens für die Frühblüher ein Fest gefeiert. Deren Anhänger mussten dieses Jahr besonders lange warten.

© Dirk Zschiedrich

Von Anja Weber

Stolpen/Hohnstein. Viel später als sonst hatte die Märzenbecherblüte in diesem Jahr im Polenztal eingesetzt. Doch die warmen Tage nach Ostern ließen den Märzenbecher-Blütenteppich an der Bockmühle im Polenztal sprießen, sodass am Sonntag hier das Märzenbecherfest gefeiert werden konnte. Doch die Schönheit ist vergänglich. Während die Anhänger der Märzenbecher erst lange gewartet haben, müssen sie sich inzwischen schon wieder beeilen, diese noch zu Gesicht zu bekommen. Denn vor allem in den Ortslagen von Cunnersdorf und Langenwolmsdorf ziehen sich die Blüten schon wieder zurück. Damit die Besucher dennoch auf ihre Kosten kommen, haben fleißige Helfer aus Cunnersdorf und Heeselicht Wandertouren eingerichtet. Das Parkleitsystem wird jeden Gast sicher an das Ausflugsziel führen. Bei trockener Wetterlage stehen genügend Parkmöglichkeiten am Landweg in Cunnersdorf, in Heeselicht sowie straßenbegleitend im Polenztal bereit. Vier Wandertouren unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade sind ausgeschildert. Die Tourenpläne werden am Parkplatz Landweg und in den Gasthäusern sowie in den Tourist-Informationen kostenlos angeboten. Die Märzenbecherblüte ist ein Naturschauspiel zur Frühlingszeit. Der besondere Reiz liegt in der einmaligen Topographie und Landschaft des oberen Polenztales. Besucher erleben eine nahezu unberührte Naturlandschaft, eingepasst in die schroffen Hänge aus Granit und Sandstein.

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Dieses Tal ist übrigens zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert. Wer verfolgen möchte, wie lange sich ein Besuch an den Märzenbecherwiesen noch lohnt, kann den speziellen Blog im Märzenbechertagebuch verfolgen. Um diesen zu füllen, ist die Heeselichterin Ingeborg Pientak unterwegs. Inzwischen bekommt sie auch Hilfe von weiteren Märzenbecherfans, die den Blog mit ihren Informationen und Fotos füttern. Diese sind auf den Internetseiten der Städte Stolpen und Hohnstein zu sehen. Die Touristen-Büros beider Städte weisen darauf hin, dass die Märzenbecher unter striktem Naturschutz stehen.