merken

Mafa-Gelände wird zwangsversteigert

Dieses Jahr soll es endlich passieren. Die Stadt Heidenau hat zu der Brache Vorstellungen und will im Notfall selbst etwas tun.

© Daniel Schäfer

Von Heike Sabel

Anzeige
"Kinder haben keine Scheu zu helfen!"

Können Kinder Erste Hilfe? Logo, ist die Notfallcrew überzeugt und bietet mit dem Pflasterpass spannende Erste-Hilfe-Kurse für Kinder an.

Heidenau. Die ehemalige Heidenauer Maschinenfabrik: Das ist eine der unendlichen Geschichten, die dieses Jahr ein zumindest vorläufiges Ende finden soll. „Wir warten auf die Zwangsversteigerung“, sagt Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU). Lange genug schon. Für Wohnen und Gewerbe sei das Areal zwischen Fritz-Weber-, Thomas-Mann- und Mühlenstraße aus städtischer Sicht gut geeignet.

Derzeit gibt es etliche Hobbyschrauber-Werkstätten auf dem Gelände. Nicht alle immer ganz legal, wie der Polizeieinsatz im Frühjahr 2016 zeigte. Damals wurden unter anderem gestohlene Fahrrad- und Motorradrahmen, ein unterschlagener VW Caddy, ein Motorrad, hochwertiges Werkzeug und 30 scharfe Panzerbrandgranaten gefunden, insgesamt 50 Gegenstände waren beschlagnahmt worden. Doch wenn auf dem Gelände über- und unterirdisch Ordnung geschaffen wird, kann was aus ihm werden, sagt Bürgermeister Opitz. Unterirdisch, weil es auch um Altlasten der früheren Maschinenfabrik geht.

Das war neben den komplizierten Eigentumsverhältnissen bisher ein Grund, weshalb nichts passierte. Der Heidenauer CDU-Fraktionschef Reno König sprach mal von einer Öko-Bombe. Das sieben Hektar große Areal ist nicht nur optisch verschachtelt, sondern auch in 13 Grundstücke aufgeteilt, was es nicht einfacher macht. Vor fünf Jahren war die Mafa schon mal zu haben, damals als „Kauf vor Zwangsversteigerung“ für reichlich eine halbe Million Euro. Das klang wenig, doch der Käufer hätte die um ein Vielfaches höheren offenen Forderungen mit übernehmen müssen. Das ist nun bei der Zwangsversteigerung nicht mehr der Fall.

Die Stadt Heidenau hofft auf einen privaten Investor, der schnell aktiv wird. Interessenten bzw. Anfragen habe es immer wieder gegeben. Im Notfall würde auch die Stadt einspringen und bei der Zwangsversteigerung ein Angebot abgeben. „Aber ich gehe nicht davon aus“, sagt Opitz.