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Mafia bringt Stadtkasse mit Schwarzgeld zurück

Die Kamenzer Narren lassen es sich diesmal nicht nehmen, dem Oberbürgermeister 100 Euro auszuzahlen. Das kommt an.

Loslassen fiel auch diesmal schwer: KKC-Präsi Sebastian Pieper konnte sich schlecht vom Rathausschlüssel trennen. OB Roland Dantz bestach die Narren ein letztes Mal mit Sekt und Bier. Das half etwas. © Ina Förster

Kamenz. Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei. Nach diesem ganz traditionellen Motto leben die Kamenzer Narren seit Beginn ihres Bestehens. Keine Faschingspartys nach dem magischen Datum. Und auch Stadtkasse und Rathausschlüssel müssen pünktlich am Rosenmontag zurück zum Oberbürgermeister. Am 11.11. 2018 hatte man bekanntlich die Amtsgeschäfte der Stadt übernommen. Und auch wenn die Kasse im November entsprechend dem neuen Motto „nur“ mit Nudeln und Wein gefüllt war, so gab es diesmal erstmals etwas mehr zurück vom Verein. „Der KKC hat gut gewirtschaftet. Beziehungsweise die Mafia hatte gute Einnahmen“, schmunzelte Präsident Sebastian Pieper am Rosenmontag zum kleinen Empfang bei Roland Dantz. Immerhin 100 Euro in sehr kleinen Münzen, gut versteckt unter jeder Menge echter Kohle, konnte der OB in Empfang nehmen. „Das ist ja Schwarzgeld, da habt Ihr Euch sicherlich die Hände schmutzig gemacht“, ulkte das Stadtoberhaupt zurück. Genommen hat er es schlussendlich trotzdem. 

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Denn jeder Euro wird gebraucht – zum Beispiel für die Sanierung des Rathausturmes, an dem es kürzlich bröckelte. Die Kamenzer Narren gehen bald in ihre 33. Saison, in der es wahrscheinlich etwas maritim wird. Bis dahin steht aber erst einmal am 30. April das 10. Hokus-Pokus-Hexenbrennen an. Helau!