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Mal besser, mal schlechter

Die Freibäder im Landkreis haben Winterruhe. Die SZ wollte wissen: Wie war die Saison und was passiert nun in den Bädern?

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© Bernd Gärtner

Löbau-Zittau. In Olbersdorf halten Tschechen und Polen dem Volksbad die Treue, in Jonsdorf steht das Gebirgsbad vor einer unsicheren Zukunft, in Großschönau hofft man nächstes Jahr auf mehr Besucher für die zwei Bäder und in Seifhennersdorf stehen nun einige Arbeiten an, währen in Oderwitz das Badfest zusätzliche Einnahmen in die Kassen spülte. Die SZ gibt einen Überblick. (SZ/hg, se)

Das ist die Bilanz in den Bädern

Jonsdorf: Gebirgsbad steht vor unklarer Zukunft

Im Jonsdorfer Gebirgsbad sieht die Bilanz der zurückliegenden Saison weniger erfreulich als in Olbersdorf aus. Hier wurden in den Sommermonaten 9 400 Besucher gezählt, teilt Maik Tempel von der Jonsdorfer Kur- und Tourismus GmbH mit, zu der das Gebirgsbad gehört. Im vergangenen Jahr konnten noch 10750 Besucher gezählt werden. Dementsprechend geringer fallen die Einnahmen aus dem Bad in diesem Jahr für die Gemeinde aus. „Das hätte mehr sein können“, so Tempel. Nun soll das Bad winterfest gemacht werden. Doch ob es im kommenden Jahr weitergeht, ist unklar. „Die Badsituation ist offen“, sagt der Jonsdorfer Bürgermeister Christoph Kunze (Freie Wähler). Einerseits fehlt im nächsten Jahr der Schwimmmeister fürs Bad, da der bisherige aus Altersgründen aufgehört hat. Andererseits muss die Gemeinde Jonsdorf aufgrund der Haushaltssituation sparen. Das Gebirgsbad steht bei den Sparüberlegungen ganz vorn.

Olbersdorf: Tschechen und Polen halten dem Volksbad die Treue

Im Olbersdorfer Volksbad blickt Badebetriebsleiter Jörg Nießner auf eine erfolgreiche Saison zurück. In diesem Jahr konnten 30600 Besucher im Bad begrüßt werden (2016: 28200). Das brachte der Gemeinde Einnahmen in Höhe von 75000 Euro (netto) ein, 5000 Euro mehr als 2016. Großen Anteil daran haben die Besucher aus Tschechien und Polen, die dem Bad seit vielen Jahren die Treue halten. Im Sommer 2017 fanden 11750 Besucher aus diesen beiden Ländern den Weg nach Olbersdorf – 1550 mehr als 2016. Jörg Nießner dankt der DLRG Zittau, die auch in disem Jahr wieder mit Rettungsschwimmern bei der Badaufsicht geholfen hat. In den Wintermonaten stehen nun im Olbersdorfer Volksbad die üblichen Instandhaltungsarbeiten auf dem Plan. Viel wurde schon zu Beginn dieses Jahres gemacht. So wurden im Frühjahr die Liegewiese sowie erste Sitzgruppen im Beckenbereich instand gesetzt, außerdem wurde die Brücke über die Rutsche neu gestrichen. Auch am Kinderspielplatz wurde gearbeitet, so Nießner. Wegen des schlechten Wetters wurde das Volksbad in diesem Jahr bereits am 31. August geschlossen.

Großschönau: Beide Freibäder hoffen nächstes Jahr auf mehr Besucher

Ins Waldstrandbad im Großschönauer Trixi-Park sind in diesem Jahr etwa 11000 Besucher gekommen. „Das sind etwa 1000 weniger als im Vorjahr“, berichtet Steffi Richter von der Trixi-Bad GmbH. Im Moment werden vom Freibad zum neu entstehenden Empfangsgebäude des Trixi-Ferienparks gerade Leitungen verlegt.

Der Kux-Verein konnte sich dagegen als Betreiber des „Kleinen Bades“ auf ein paar mehr Besucher als im vergangenen Jahr freuen. „Es mögen vielleicht fünf Prozent gewesen sein“, schildert Vereinsvorsitzender Volker Hofmann. Die genauen Zahlen liegen noch nicht vor. „Wir haben viele Dauerkartenbesitzer. Da lässt sich die Besucherzahl schwer ermitteln“, fügt er hinzu. Aber der Verein braucht mehr Badegäste. Im Oktober erwartet der Verein wieder die große Stromrechnung. Und im November ist dann die Bezahlung fällig. Um die 6000 Euro sind das etwa.

Seifhennersdorf: Nach der Saison sind einige Arbeiten im Bad geplant

Auch im Wald- und Erlebnisbad Silberteich in Seifhennersdorf ist Badebetriebsleiter Swen Adolf noch mitten in der Abrechnung der gerade zu Ende gegangenen Saison. „Etwa 32000Badegäste könnten es in diesem Jahr gewesen sein“, schätzt er. Genau könne er es in der kommenden Woche sagen. Die Stadt will möglichst bis zur nächsten Saison das Empfangsgebäude und den Bootsanlegesteg am Teich reparieren. Arbeiten sind auch an der Beckenumrandung des Bades vorgesehen.

Oderwitz: Badfest spült Extra-Einnahmen in die Kasse

Noch ist die Statistik fürs Niederoderwitzer Volksbad nicht fertig, sagt Bürgermeisterin Adelheid Engel (parteilos). „Die genauen Besucherzahlen der Sommersaison haben wir noch nicht, da unser Bademeister derzeit Urlaub hat. Doch die Gemeinde Oderwitz kann wohl zufrieden sein – immerhin weiß die Bürgermeisterin bereits, dass in diesem Jahr im Bad Einnahmen von über 14000 Euro erzielt wurden. „Dazu kommen noch 3 000 Euro aus dem Badfest-Wochenende in diesem Jahr“, sagt Adelheid Engel. 2016 konnte die Gemeinde 9300 Besucher im Bad begrüßen und hatte Einnahmen in Höhe von rund 10600 Euro. Die Besucherzahl dürfte also im Vergleich zum vergangenen Jahr gestiegen sein. Größere Baumaßnahmen im Bad sind in den nächsten Monaten nicht vorgesehen, sagt Adelheid Engel. Lediglich an der elektrischen Anlage gebe es etwas zu tun.

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