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Malermeister erobert die AfD

© André Schulze

Tino Chrupalla aus Gablenz heißt der Mann der Stunde in der Partei. Er ist nun auch Kreisvorsitzender in Görlitz.

Von Sebastian Beutler

Görlitz. Tino Chrupalla, Malermeister aus Gablenz und Direktkandidat der Alternative für Deutschland (AfD) bei der Bundestagswahl im Landkreis Görlitz, steht jetzt auch an der Spitze des Kreisverbandes seiner Partei.

Am Wochenende erhielt er nach Angaben der AfD auf einem Parteitag rund zwei Drittel der Stimmen und setzte sich gegen seinen Vorgänger Thomas Weigt aus Reichenbach durch. Diese Nachricht kommt nicht überraschend. Zwischen Chrupalla und Weigt gab es bereits seit Monaten Meinungsverschiedenheiten, die sich schon im November in Löbau zeigten. Damals entschieden sich die AfD-Mitglieder, mit Tino Chrupalla den Görlitzer Wahlkreis bei der Bundestagswahl im September gewinnen zu wollen.

Chrupalla präsentierte sich dort am entschlossensten. Zugleich hatte er innerhalb weniger Wochen 23 neue Mitglieder im Norden geworben, wo die AfD bislang schwach war. Gegen vier Mitbewerber setzte er sich in Löbau im ersten gültigen Wahlgang mit 50 Stimmen durch. Thomas Weigt erhielt abgeschlagen sechs Stimmen – schwächer schnitt nur Detlef Lothar Renner ab, der das Büro von Landtagsabgeordneten Sebastian Wippel in Görlitz leitet.

Seitdem war Weigt, der bei einem Görlitzer Metallbauer tätig ist, ein Vorsitzender auf Abruf. Chrupalla ist der dritte Vorsitzende seit der Bildung des Kreisvorstandes im November 2013. Seine Stellvertreter sind Sebastian Wippel und aus Zittau der Unternehmer Hans-Gerd Hübner.