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Deutschland & Welt

Mallorca erwartet erste deutsche Urlauber

Die Corona-Krise hat Spaniens Tourismusbranche ausgebremst. Jetzt wagt das Urlaubsland die Öffnung. Geübt wird ab Montag - nur mit Deutschen.

Das erste Bad nach der Quarantäne am Strand von Arenal am 25. Mai. Mit den einsamen Stränden auf Mallorca könnte es bald zu Ende sein.
Das erste Bad nach der Quarantäne am Strand von Arenal am 25. Mai. Mit den einsamen Stränden auf Mallorca könnte es bald zu Ende sein. © Clara Margais/dpa

Madrid/Palma. Nach dem Abflauen der Corona-Krise sollen deutsche Touristen als erste ausländische Urlauber ab Montag wieder nach Spanien einreisen dürfen. Zunächst nur 6.000 von ihnen und auch nur nach Mallorca und andere Baleareninseln, berichteten spanische Medien unter Berufung auf die Behördenkreise. Deutschland sei ausgewählt worden, weil die epidemiologische Lage dort sehr gut und ähnlich wie auf den Balearen sei, hieß es. Eine zweiwöchige Quarantäne wie zurzeit noch für alle aus dem Ausland nach Spanien Einreisende vorgeschrieben, solle es auf den Balearen nicht geben. Individualtourismus ist nach diesen Informationen zunächst nicht vorgesehen.

Ganz Spanien, das von der Corona-Krise besonders hart getroffen worden war, will sich erst gut zwei Wochen später für ausländische Touristen öffnen. Das Pilotprojekt auf den Balearen soll den Angaben zufolge dazu dienen, den Ernstfall - den erwarteten Touristenansturm nach Öffnung der Grenzen am 1. Juli - zu proben. Man wolle prüfen, ob die Sicherheitsvorkehrungen unter anderem an den Flughäfen und in den Hotels funktionieren, hieß es. Einzelheiten wolle die Regionalpräsidentin Touristen Francina Armengol am Dienstag bekanntgeben, hieß es.

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Einheimische haben jetzt Angst vor Touristen

Geplant worden sei das Pilotprojekt von der Balearen-Regierung zusammen mit vier örtlichen Hotelketten, berichtete die "Mallorca Zeitung". Auf deutscher Seite seien die Reiseveranstalter TUI, DER Touristik und Schauinsland Reisen beteiligt. Auf Mallorca sollten die deutschen Urlauber an der Playa de Palma und in der Bucht von Alcúdia untergebracht werden. Die Zeitung berichtete, dass es unter Einheimischen Proteste wegen des Pilotprojekts gegeben habe. Teile der dort lebenden Bevölkerung hätten Angst um ihre Gesundheit.

Mallorca, des Deutschen liebste Insel, soll in der zweiten Juni-Hälfte 4.000 der Touristen empfangen. Je eintausend Besucher sollen nach Menorca sowie auf die Pityusen (Ibiza und Formentera) kommen.

Den Berichten zufolge verhandeln auch die Kanaren mit Madrid über ein ähnliches Pilotprojekt. Bei diesen Gesprächen sei am Montag aber noch keine Entscheidung gefallen, weil die Kanaren "höhere Sicherheitsanforderungen" gestellt hätten, darunter Coronavirus-Tests für alle Besucher, berichtete "El País". (dpa) 

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