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Bautzen

Malschwitz feiert sich

Erstmals fand am Sonntag eine Veranstaltung unter dem Motto „Malschwitzer Leben“ statt. Das soll kein einmaliges Ereignis bleiben.

Diana Voß (l.) und Anja Kloß von der Initiativgruppe für einen Spiel- und Begegnungsplatz zeigen das „Sammelpferdchen“ für die Finanzierung des Projektes. © Carmen Schumann

Malschwitz. Solch ein Gewimmel sieht man auf den Straßen und Plätzen von Malschwitz nur selten. Das neue Fest „Malschwitzer Leben“ lockte am Sonntag viele Besucher in das Ortszentrum. So war das Fluidum schon beinahe städtisch zu nennen. Die in der Mitte ansässigen Gewerbetreibenden öffneten ihre Türen. Andere waren mit einem Stand vertreten.

Direkt neben dem Gemeindeamt hatte eine Bürgerinitiative ihre Zelte aufgeschlagen. Dort konnten sich die Kinder beim Großschach – einer Leihgabe aus Bautzen – sowie mit weiteren Großspielen betätigen. An einer Malstrecke durften die Kleinen malen, was sie wollten. Sie konnten aber auch ihre eigenen Ideen für den künftigen Spiel- und Begegnungsplatz aufzeichnen, der nach dem Willen der Initiativgruppe am Gemeindeamt entstehen soll. Seit etwa einem Jahr tragen sich die derzeit neun Mitstreiter mit dieser Idee.

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Holzpferdchen mit hohlem Bauch

In die heiße Phase gingen die Vorbereitungen im vergangenen Herbst. Da waren zunächst, die Voraussetzungen für den Fördermittelantrag zu schaffen und die Gemeinde mit ins Boot zu holen. Inzwischen ist klar, dass man Mittel aus dem Leader-Programm beantragen kann.

Wie Sabine Becker von der Initiativgruppe sagt, muss man für die Verwirklichung der vorgeschlagenen Idee mit etwa 40.000 Euro rechnen. Bei einer 75-prozentigen Förderung bleiben Eigenmittel in Höhe von rund 10.000 Euro zu erwirtschaften. Da war es schon ein schöner Erfolg, dass auf dem Weihnachtsmarkt mit dem Verkauf von Selbstgebasteltem rund 1.500 Euro eingespielt werden konnten.

Und auch diesmal hofften die Mitglieder der Initiativgruppe, dass es in den Spendenbüchsen ordentlich klingelt. Das waren übrigens keine normalen Büchsen, sondern liebevoll ausgesägte Holzpferdchen mit einem „Sparbüchsenbauch“. An allen Ständen warteten sie darauf, gefüttert zu werden. Nach den Vorstellungen der Initiatoren des „Öffentlichen Spiel- und Begegnungsplatzes“ sollen sich dort Jung und Alt begegnen können. Deshalb soll es verschiedene Sitzgelegenheiten, aber auch Trimm-dich-Geräte für die Größeren und Spielgeräte, wie Wippe oder Kletterwand für die Kleineren geben. 

Wasserspender für Durstige

Für durstige Radler soll ein Wasserspender aufgestellt werden. Sofern es mit den Fördermitteln so läuft, wie geplant, könnte nächstes Jahr mit der Verwirklichung des Projekts begonnen werden, hofft Sabine Becker.

Aus Gleina gekommen war Reinhard Pötschke. Er lobte, dass die Veranstaltung sehr gut organisiert war und das Wetter nach regnerischem Anfang den Malschwitzern doch noch gewogen war. Einen Aufstieg auf den Kirchturm wagten nicht nur viele Einheimische, sondern auch der Dresdner Sebastian Bechtold. Auch er fand das Fest sehr gelungen und lobte das Gericht Quark mit Leinöl und Pellkartoffeln, weil es was Typisches für die Region ist.

Auf alle Fälle werteten sowohl Bürgermeister Matthias Seidel (CDU), als auch Organisator Henri Kern vom Fitness-Studio „Prima Klima“ das Fest als vollen Erfolg. Henri Kern sagte, es sei erfreulich, dass so viele Mitbürger aus den verschiedenen Bereichen des Dorflebens mitgezogen hatten. Man habe neue Kontakte untereinander knüpfen können, was auch zur nachhaltigen Dorfentwicklung beitragen könne, sagte er. Auf alle Fälle solle es eine Neuauflage geben, blickte Henri Kern voraus.

Osterüberraschung