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Malter und Weißeritztalbahn gehören zusammen

Zwei große Feste in sechs Wochen, das schien dem Dippser Oberbürgermeister eine heiße Kiste. Doch es hat sich gelohnt.

© Daniel Schäfer

Von Franz Herz

Dippoldiswalde. Oberbürgermeister Jens Peter (parteilos) hat vorsorglich im vergangenen Herbst noch einmal den Stadtrat gefragt, ob Dippoldiswalde sechs Wochen nach dem großen Stadtjubiläum gleich noch das Festival „Malter in Flammen“ auf die Beine stellt. Der Rat hat dazu Ja gesagt, und aus heutiger Sicht die völlig richtige Entscheidung gefällt.

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Denn das elfte große Talsperrenfest war durchweg ein Erfolg. Die Besucherzahlen stimmten. Rund 13 000 Gäste haben Eintritt bezahlt zu den Konzerten und Tanzabenden in Paulsdorf und Seifersdorf. Viele Zaungäste haben das Feuerwerk von außerhalb verfolgt. Mit dem Wetter hatten die Veranstalter auch Glück. Angenehm warmes Sommerwetter machte den Aufenthalt an der Talsperre zum Vergnügen.

„Ich bin rundum zufrieden“, sagte Klaus Kaiser, der Cheforganisator. Er ist Geschäftsführer der Weißeritztal Erlebnisgesellschaft, welche die Bäder an der Talsperre bewirtschaftet und das Festival organisiert. Das Grundkonzept der Veranstaltung hat sich eingespielt. „Aber wir lernen immer noch dazu“, sagt Kaiser.

Dieses Jahr hat er rund ein Dutzend Besucher angesprochen, dass sie ganz normal die Veranstaltung besuchen und ihm dann ein Feedback geben, was ihnen gefallen hat und was sie sich besser vorstellen könnten. Das soll dann ausgewertet und in den nächsten Jahren berücksichtigt werden.

Dazu gehören organisatorische Probleme. Beispielsweise berichtet eine Anwohnerin aus Malter, dass sie nicht mit dem Auto zu ihrem Haus durchgelassen wurde, weil ihre Vignette verblasst und das Kennzeichen nicht mehr erkennbar war. Andere fanden die Musik zu laut. „Aber wir müssen auch etwas bieten, was die Jugend anzieht“, sagt Kaiser. Und die Besucherzahlen geben ihm recht. Am Freitag, der sich mit seinem Programm an jüngere Gäste richtete, waren 4 500 Gäste da. „So viele wie noch nie an einem Freitag bei Malter in Flammen“, sagt Kaiser.

Er will unbedingt daran festhalten, dass das Malterfest und das Schmalspurbahnfestival am gleichen Wochenende stattfinden. „Das gehört zusammen. Wir haben beide etwas davon“, sagt er. Die Bahn bringt Besucher an die Malter und gewinnt selbst zusätzliche Fahrgäste. Außerdem sind die historischen Züge eine Attraktion für die Festivalbesucher. Wo erlebt man schon, dass zu einem Feuerwerk eine Dampflok pfeift.

Nächstes Jahr wird dann auch wieder auf der Seite von Malter ein Veranstaltungsgelände eingerichtet. Das war dieses Jahr nicht möglich, weil wegen der Brückenbauarbeiten an Bormannsgrund die Straße gesperrt ist. „Aber wir wollen ja rings um die Talsperre etwas anbieten“, sagt Kaiser. Auch Oberbürgermeister Jens Peter ist jetzt darüber froh, dass Dippoldiswalde beide Feste in Angriff genommen hat, nachdem beide mit einer positiven Bilanz abschließen konnten. „Malter in Flammen hat doch über die Jahre sich als Festival etabliert. Es ein Jahr ausfallen zu lassen, hätte dem geschadet“, sagt Peter.

An der Talsperre Malter steht jetzt in zwei Wochen, am 28. Juli, das große Kinderfest im Strandbad Paulsdorf bevor. Dann wird der Clown Bumbalow kommen. Angebote wie Kinderschminken, Ponyreiten und mehrere Hüpfburgen sind geplant. Kinder bis 14 Jahre haben dazu kostenlosen Eintritt. Und am 25. August findet auf der Talsperre wieder das große Drachenbootrennen statt mit Teilnehmern aus der ganzen Umgebung.