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Mammutbaum soll auch weg

Der Baum steht den Plänen zur Neugestaltung des Biergartens im Weg.

© Dietmar Thomas

Döbeln. Seit etwa 40 Jahren steht ein Mammutbaum im Bürgergarten – der einzige ihm bekannte in Döbeln, sagt Stadtgärtner Gerd Lauterbach. Lars Lemke, seit vorigem Jahr Eigentümer der Gaststätte, will den Baum bis Ende Februar fällen lassen. Im Internet hat die Nachricht heftigen Debatten ausgelöst. Lemke ist von den Reaktionen genervt. „Es ist ja kein Verbrechen, den Baum wegzumachen. Wir pflanzen ja auch wieder neue. Meinetwegen auch einen Mammutbaum“, sagte er. Der Baum steht Lemkes Plänen für die Neugestaltung des Biergartens und des Eingangsbereichs der Gaststätte im Weg. Außerdem drücke der Baum mit seinen Wurzeln die Gehwegplatten nach oben. „Es gab schon Ärger mit Gästen, die gestürzt sind“, sagte Lemke.

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Lauterbach gehört zur Baumkommission in Döbeln. Den Mammutbaum haben die Experten aber nicht begutachtet. Es ist ein Nadelbaum – zum Fällen braucht der Eigentümer keine Genehmigung. „Ich habe aber ein Interesse, dass er stehen bleibt, auch wenn er nicht in der Baumschutzsatzung steht. Der Eigentümer sollte sich überlegen, ob er so etwas Einzigartiges wegmacht“, sagte Lauterbach. Beim Bau der Gaststätte sei auf den Baum noch Rücksicht genommen worden. Eine rechtliche Handhabe, die Fällung auf dem Privatgelände zu verhindern, habe die Stadtverwaltung nicht, sagte Stadtsprecher Thomas Mettcher. „Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer bedauert, dass der Mammutbaum gefällt werden soll.“ (DA/jh)