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„Man muss immer dran bleiben“

Sylvie Meis schätzt Powerfrauen, Professionalität und die Chance, den Semperopernball zu moderieren. Ein exklusives Interview.

© Sven Ellger

Wenige Stunden vor dem 13. Semperopernball bestaunt Sylvie Meis ihre neue Bühne und strahlt in die Kameras. Im Interview spricht sie über ihr Ende bei Let‘s Dance, Privates in der Öffentlichkeit und ihr Rezept für Erfolg und tadellose Haut.

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Frau Meis, Sie erleben gerade ereignisreiche Tage in Dresden, wie bekommt Ihnen der Stress?

Ich empfinde es gar nicht als so stressig. Natürlich habe ich viele Proben und Interviews, und ich muss meinen Moderationstext lernen. Aber vor allem bin ich einfach nur glücklich darüber, hier zu sein und all das zu erleben. Ich bin ein Morgenmensch und liebe es, ganz früh mit einem Kaffee am Fenster meines Hotelzimmers zu stehen, die Stadt zu sehen und den Tag zu begrüßen.

Was muss eine Frau noch mitbringen, um im Showgeschäft so erfolgreich wie Sie zu sein?

Viel wichtiger, als erfolgreich zu sein, ist, langfristigen Erfolg zu haben. Dazu gehört immer eine Portion Glück, und wenn man die hat, braucht man für alles Weitere Charakter, Professionalität und Fleiß. Wer gefunden hat, was er will, muss immer dran bleiben und darf nicht loslassen.

Wie haben Sie Ihr Bühnentalent entdeckt?

Während meines Studiums habe ich schon hin und wieder Präsentationen gehalten und gemerkt, dass es mir großen Spaß macht. Zwar waren die Themen im Fach Personal-Management nicht ganz so unterhaltsam wie meine heutigen. Aber so fing es an.

Heute sind Sie eine beliebte Unterhalterin, und außerdem tanzen Sie großartig. Wann haben Sie das gelernt?

Eigentlich erst, als ich als Kandidatin bei Let‘s Dance dabei war. Aber ich habe Liebe zur Musik und ein gutes Gefühl für Rhythmus mitgebracht. Das hat sehr geholfen.

Wer hat Sie geprägt?

Ganz besonders meine Mutter. Sie hat mir immer gesagt: Geh deinen eigenen Weg, lass dich nicht unterkriegen! Auch meine Oma ist ein ganz wichtiger Mensch für mich. Sie ist 90 Jahre alt und hat elf Kinder großgezogen, und diese Kinder haben wieder Kinder. Ich bin stolz, zu diesen beiden starken Frauen zu gehören. Außerdem bewundere ich Powerfrauen wie Cindy Crawford und Inge Meysel.

Nachdem bekannt wurde, dass Sie die Show Let‘s Dance als Jurorin und Moderatorin verlassen, gab es unter ihren Fans eine große Solidarisierungswelle. Wie haben Sie das erlebt?

Ich habe viele Briefe und Mails bekommen, Zuschauer haben mir geschrieben, wie sehr sie bedauern, dass ich fort bin. Diese Anteilnahme zu erleben, war sehr schön. Aber ich fühle keine Trauer oder Bitterkeit. Ich wünsche meiner Freundin und Nachfolgerin Victoria Swarovski von Herzen Glück. Das Schöne an jedem Ende ist, dass es den Beginn von etwas Neuem bedeutet.

Wie gehen Sie damit um, dass Ihr Privatleben immer wieder in der Öffentlichkeit verhandelt wird, wie jüngst die Trennung von Ihrem Verlobten?

Ich lerne, nicht mehr so viel zu erzählen und eine klare Grenze zu ziehen. Mein Kind zum Beispiel gehört nicht in die Öffentlichkeit. Es gibt einen Bereich meines Lebens, in dem muss Normalität herrschen. Dafür ist Selbstschutz nötig.

Was sind Ihre nächsten Herausforderungen?

Ich will meine Modelinie weiter voranbringen, es wird neue Fernsehprojekte geben, und jetzt steht erst einmal der Semperopernball bevor.

Was bedeutet es für Sie, diesen Ball zu moderieren?

Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Ausgewählt worden zu sein, ist eine große Ehre für mich. Im Jahr 2012 war ich schon einmal als Gast der beeindruckenden Liz Mohn auf dem Semperopernball. Das war ein tolles Erlebnis, und nun stehe ich auf der Bühne. Mein Bruder und sein Mann haben schon ihre Smokings herausgesucht und kommen nach Dresden, um diesen Abend mit mir zusammen zu erleben.

Und Sie erleben die Ballnacht zusammen mit ihrem Bühnenpartner Guido Maria Kretschmer. Er hat im Interview mit der Sächsischen Zeitung gesagt, er schwärme für Ihre perfekte Haut. Haben Sie ein Geheimrezept?

Das hat er gesagt? Vielen Dank! Ein Geheimrezept habe ich nicht. Ich gehöre auch nicht zu den Frauen, die regelmäßig zur Kosmetik gehen. Stattdessen setze ich auf Pflege mit genug Feuchtigkeit und meide die Sonne. Im Sommer benutze ich Lichtschutzfaktor 50. Ansonsten ist meine Erfahrung: Haut kann krank wirken, einfach, weil sie völlig überpflegt ist. Also nicht übertreiben! Letztendlich geht es mir wie allen anderen Frauen auch: Meine Haut ist so, wie ich mich fühle.

Wie gut kennen Sie Dresden?

Ich kenne die Altstadt und finde sie wunderschön. Wenn ich durch die Straßen und Gassen spaziere, fühle ich mich wie im Märchen. Vor allem aber begeistert mich die Freundlichkeit der Menschen hier.

Das Gespräch führte Nadja Laske.

Für den Semperopernball gibt es in allen Preiskategorien noch Restkarten. Kurzentschlossene können sich beim Semper Opernball e.V. erkundigen: 4845466