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„Man sollte auf jeden Fall nachjustieren“

© Lutz Hentschel

Marco Hartmann spricht über das neue System und seine neue Position – und über alte Fehler.

Herr Hartmann, war die Niederlage gegen Aston Villa unnötig?

Absolut, weil wir wieder mal dafür bestraft wurden, dass in der zweiten Halbzeit alle ein bisschen nachlässiger geworden sind. Davor waren wir konzentrierter und aggressiver. Ich hätte mir einen Sieg gewünscht, um mehr Selbstverständnis in unserem Spiel zu haben.

Die Analyse des Tests – gut gespielt, viele Chancen erarbeitet und am Ende verloren – erinnert stark an die wenig erfolgreiche vergangene Saison. Macht Ihnen das Sorgen?

Sorgen nicht, aber ich gebe Ihnen recht.

Einer missglückten Generalrobe folgt eine gelungene Premiere, heißt es.

Von solchen Sprüchen halte ich nichts, weil es dafür keine Garantien gibt. Wenn die Generalprobe schiefgeht, sollte man auf jeden Fall nachjustieren.

Sie haben wiederholt in der Vorbereitung als Abwehrchef ausgeholfen. Ist das eine – aufgrund von Verletzungen – aus der Not heraus geboren Position oder eine mit Perspektive?

Das weiß ich nicht. Ich habe von Beginn versucht, mich darauf einzulassen. Ich glaube, der Trainer war nicht ganz unzufrieden mit mir. Ob das jedoch eine dauerhafte Lösung ist, wird sich zeigen.

Wie wohl fühlt sich die Mannschaft eine Woche vor dem Start mit der Dreier-Abwehrkette, die in der Rückwärtsbewegung zu einer Fünferkette wird?

Wenn wir sehr aufmerksam sind, sehr wohl. Denn dieses System gibt eine hohe Stabilität, man hat defensiv immer eine Überzahl. Allerdings gibt es keine Garantie, dass man durch diese nummerische Überzahl automatisch besser steht. Dies hat man auch gegen Aston Villa gesehen.

Gespräch: Daniel Klein