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Mangel macht erfinderisch

DDR-Mode war nicht nur grau: Zur "Ostwestparty" im Parkhotel am 9. November kann das jeder selbst beweisen.

Das Outfit zur Ostwestparty kann zur Herausforderung werden. Kreativität am Kleiderschrank ist gefragt.
Das Outfit zur Ostwestparty kann zur Herausforderung werden. Kreativität am Kleiderschrank ist gefragt. © Rachel Brunette/shutterstock.com

Eigene Mode war in der DDR kaum vorhanden. Vielmehr war die Ost-Mode internationalen Mode-Strömungen nachempfunden – immer ein paar Jahre später als im Westen. Die Verknappung machte jedoch erfinderisch: Denn fast jeder DDR-Haushalt hatte eine Nähmaschine – so gestalteten die DDR-Bürger ihre Kleidung selbst. Angelehnt an westlicher Mode sowie an den Schnittmustern in den DDR-Modezeitschriften „Sybille“ oder „Pramo“.

Popper gegen Punker in Ost und West

Die 80er-Jahre waren wilde Zeiten. Das spiegelte sich auch in der Mode. Denn sie war geprägt durch Musik, Fernsehsendungen und Filme. Punk, Hard-Rock, Heavy Metal, New Wave, Pop oder die Serien „Denver Clan“ und „Dallas“ – all das beeinflusste die Mode. Im Westen wie im Osten.

So liefen die Menschen auf beiden Seiten der Mauer herum: quietschbunt, poppig, aber auch düster und schwarz – je nachdem in welcher Subkultur man war. Verwaschene Jeans, Leggings, Karottenjeans mit übergroßen Blusen und breiten Schulterpolstern sowie Bauchtaschen und neonfarbene Kleidung waren die Klassiker. Legten die Westdeutschen Wert auf Marken, spielte das in der DDR kaum eine Rolle – auch wenn es diese Klamotten auch vereinzelt im Intershop gab.

Nachhaltigkeit gegen Wegwerfgesellschaft

Internationale Modetrends in der DDR hinkten zudem oft Jahre hinterher – angeleitet durch das staatliche Modeinstitut. Doch es gab auch extravagante Mode in den Exquisit-Läden der DDR: mit wenigen, teuren Stücken, die schnell ausverkauft waren – ein krasser Gegensatz zu den Ladenhütern in den alltäglichen Läden. Denn DDR-Mode sollte vor allem langlebig und praktisch sein. Im Gegenteil zum Westen: Hier gab es jährlich neue Modetrends, die im nächsten Jahr alt und reif für die Tonne waren.

Liebhaber der 80er-Jahre aufgepasst: Bei der Mauer-Revival-Party können die alten, verstaubten Klamotten wieder aufleben. Dafür am besten jetzt ein Ticket kaufen. Die Schulterpolster ausklopfen und den Blazer glattziehen – und dann ab zur Riesenparty ins Parkhotel!

Ort:
Parkhotel Weißer Hirsch Dresden
Bautzner Landstraße 7
01326 Dresden

Zeit:
9. November 2019, ab 20 Uhr

Tickets:
25,- € zzgl. VVK-Gebühr, inkl. 7% MwSt. unter www.sz-ticketservice.de und allen SZ-Treffpunkten sowie DDV Lokalen.