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Erste Strafe im Manipulationsskandal

Andreas Petersen vom Fußball-Regionalligisten Germania Halberstadt ist wegen unsportlichen Verhaltens in zwei Fällen verurteilt worden. Er selbst streitet die Vorwürfe ab.

Andreas Petersen steht unter Verdacht, einen Bestechungsversuch unternommen zu haben. © imago

Andreas Petersen, der unter Manipulationsverdacht stehende Sportliche Leiter des Regionalligisten Germania Halberstadt, ist nach dpa-Informationen vom Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) wegen unsportlichen Verhaltens in zwei Fällen zu einem zwölfmonatigen Funktionsverbot und zu einer Geldstrafe im fünfstelligen Bereich verurteilt worden. Zuerst hatte der MDR darüber berichtet.

Die Entscheidung fiel bei der NOFV-Verhandlung am Donnerstagabend in der Sportschule "Egidius Braun" in Leipzig. Die Urteilsbegründung soll am Freitag erfolgen. Petersen, Vater des Freiburger Bundesliga-Stürmers Nils Petersen, kann gegen das Urteil noch Berufung einlegen.

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Gegenstand ist die Partie vom 19. November 2018 zwischen dem SV Babelsberg und Halberstadt (3:1). Sie steht unter dem Verdacht einer unerlaubten Einflussnahme. Der Manipulationsverdacht richtet sich gegen Petersen, der die Vorwürfe bestreitet. Der NOFV hatte verbandsinterne Ermittlungen eingeleitet, weil Vorermittlungen den hinreichenden Tatverdacht auf eine mögliche Einflussnahme auf das Spielergebnis ergeben hätten.

Halberstadts Sportdirektor und früherer Trainer Petersen hatte die Kontaktaufnahme zu zwei seiner ehemaligen Spieler, die jetzt in Babelsberg spielen, eingeräumt. Die Vorwürfe eines versuchten Spielbetrugs bezeichnete er als "Riesen-Blödsinn und an den Haaren herbeigezogen". Er sprach von einem "Jux".

Neben dem NOFV ermittelt zudem die Staatsanwaltschaft Magdeburg wegen des Verdachts der Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben. (dpa)