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Mann in Roßwein überfallen

Unbekannte haben am Donnerstagabend einen Mann geschlagen und ausgeraubt. Es war nicht der erste Vorfall im Ort.

© Symbolbild/dpa

Tina Soltysiak

Roßwein. Am Donnerstagabend ist ein 48-Jähriger in Roßwein Opfer von zwei Räubern geworden. „Der Mann lief gegen 20.50 Uhr über den Markt, als er plötzlich in Höhe des ehemaligen Hotels Herkules einen Schlag auf seinem Hinterkopf spürte.

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Danach bemerkte er, wie eine männliche Person versuchte, ihm sein Portemonnaie aus seiner Gesäßtasche zu ziehen“, teilte Steffen Wolf, Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz, am Freitagvormittag mit. Der 48-Jährige habe diesen Übergriff zunächst abwehren können, und sei in Richtung Lommatzscher Straße davongelaufen. „Der Täter ließ von ihm ab“, so Wolf.

Bargeld erbeutet

Doch damit nicht genug: In Höhe des „Euronics-Marktes“ an der Lommatzscher Straße sei der 48-Jährige von einem anderen, hinter ihm laufenden unbekannten Mann zu der vorangegangenen Tat angesprochen worden. „Der Unbekannte lief ein kurzes Stück neben ihm her. Plötzlich stieß der Unbekannte den 48-Jährigen in den Rücken.

Der Mann stürzte dadurch zu Boden. Dieser Täter zog dem Opfer die Geldbörse aus dessen Gesäßtasche und rannte in Richtung Markt davon“, erklärte der Polizeisprecher. Das Opfer sei bei der Tat leicht verletzt worden. In dem Portemonnaie sei etwas Bargeld gewesen.

Täter waren Deutsche

Die Polizei sucht nun Zeugen, die die Taten beobachtet haben, oder anhand der Täterbeschreibung Hinweise auf die Identität der Räuber geben können.

Den ersten Täter beschrieb das Opfer wie folgt: Er soll zirka 1,80 Meter groß sein und eine schlanke Figur haben. Getragen habe er dunkle Kleidung und eine Wollmütze. Außerdem habe er ein Fahrrad dabeigehabt.

Der zweite Täter soll etwa 1,75 Meter groß und von normaler Gestalt sein. „Er hat dunkle, kurze Haare und dunkle Kleidung getragen. Nach Aussage des 48-Jährigen handelt es sich bei den Tätern um Deutsche“, so Steffen Wolf.

Ermittlung nach Messerattacke

Es ist nicht das erste Mal, dass der Roßweiner Markt Schauplatz eines Verbrechens wurde. Am 21. November 2015 soll es zu einer Auseinandersetzung zwischen Sympathisanten des Bündnisses „Willkommen in Roßwein“ (WiR), einem Asylbewerber und Anhängern der rechtsextremen Szene gekommen sein. Dabei sei ein damals 19-Jähriger so schlimm an der Hand verletzt worden sein, dass er in einem Dresdner Krankenhaus notoperiert werden musste.

Mit einigen Tagen Verzögerung hatte der junge Mann seine Zeugenaussage bei der Polizei gemacht. Wie Polizeisprecher Steffen Wolf auf DA-Nachfrage mitteilte, laufen derzeit die Ermittlungen noch. „Zu Zwischenergebnissen von Ermittlungen machen wir generell keine Angaben“, erklärte er.

Hinweise nimmt das Polizeirevier in Döbeln unter Tel. 03431 6590 entgegen.