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Dresden

Vermisstensuche in der Elbe

Seit Mittwoch wird ein Mann vermisst, der in den Fluss gegangen ist. Noch gibt die Polizei die Hoffnung nicht auf. 

Beamte der Wasserschutzpolizei suchen nach dem Verschwundenen.
Beamte der Wasserschutzpolizei suchen nach dem Verschwundenen. © Roland Halkasch

Stundenlang kreiste am Mittwochabend und am Donnerstagmorgen der Polizeihubschrauber über der Innenstadt, flog elbauf und elbab. Doch der Einsatz hatte keinen Erfolg. Der Schwimmer, der seit Mittwoch vermisst wird, ist immer noch nicht gefunden. Die Polizei gibt die Suche aber noch nicht auf.

Der Vermisste ist 25 Jahre alt und stammt aus Polen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Er befand sich Zeugen zufolge mit mehreren Personen am Neustädter Elbufer in Höhe der Prießnitzmündung, bevor er ins Wasser ging. Das war um 13.40 Uhr. Dann tauchte er nicht wieder auf.

Sofort startete die Polizei eine Suchaktion. Dabei wurden die Beamten von der DRK-Wasserwacht und den Wasserrettern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) unterstützt, die sich gerade wegen einer Übung am Elbufer nahe der Moritzburger Straße versammelt hatten. Dennoch blieb der 25-Jährige verschwunden. Am Abend, als es dunkel wurde, musste die Vermisstensuche schließlich unterbrochen werden.

Schon am Donnerstagmorgen war der Polizeihubschrauber wieder in der Luft. Wieder flog die Besatzung die Elbe ab und hielt Ausschau nach dem Mann. Doch sie wurde nicht fündig. Gegen 12 Uhr drehte der Hubschrauber dann Richtung Riesa ab.

Den ersten Sucheinsatz am Mittwoch hat die Bereitschaftspolizei aus Leipzig geleitet, zu der auch die Wasserschutzpolizei gehört. Inzwischen hat die Polizeidirektion Dresden übernommen. Die Beamten gehen davon aus, dass der Mann die Elbe vom Neustädter Ufer aus durchschwimmen wollte.

Der Fluss wird selbst von Schwimmern immer wieder unterschätzt. Doch auch Kinder sind in der Elbe schon ertrunken. Im Juli 2018 starb Zehnjähriger aus Syrien. Er lief vom Johannstädter Ufer aus in den Fluss und wurde mitgerissen.

Helfer der Wasserwacht und der DLRG bereiten sich am Mittwoch auf die Suchaktion vor.  
Helfer der Wasserwacht und der DLRG bereiten sich am Mittwoch auf die Suchaktion vor.   © Roland Halkasch