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Mann sticht in London Passanten nieder

Ein Angreifer verletzte mehrere Menschen mit einem Messer und wird von der Polizei erschossen - die vermutet einen Terrorhintergrund.

Polizeifahrzeuge stehen in der Streatham High Road in London, nachdem ein Mann  nach einem Messerangriff von bewaffneten Polizisten erschossen wurde.
Polizeifahrzeuge stehen in der Streatham High Road in London, nachdem ein Mann nach einem Messerangriff von bewaffneten Polizisten erschossen wurde. © Victoria Jones/PA Wire/dpa

London. Erneute Terrorattacke in Großbritannien: Ein Mann hat in London am Sonntag nach Polizeiangaben zwei Menschen mit einer Stichwaffe verletzt, einen davon lebensgefährlich. Das dritte Opfer erlitt nach Polizeiangaben Verletzungen durch Glassplitter. Der Attentäter sei von Polizisten gegen 15.00 Uhr (MEZ), nur wenige Minuten nach dem ersten Notruf, erschossen worden. 

Die Beamten seien Teil einer "vorbeugenden Anti-Terror-Operation" gewesen, hieß es in einer Mitteilung der Polizei am Abend. Scotland Yard geht von einem islamistischen Terrorhintergrund aus. Die Polizei bestätigte Augenzeugenberichte, wonach der Täter einen Sprengstoffgürtel trug. Es habe sich dabei aber um eine Attrappe gehandelt.

Der Vorfall ereignete sich in einer belebten Einkaufsstraße im Süden der Metropole. Eines der Opfer, ein Mann, schwebte nach Angaben der Polizei in Lebensgefahr. Auch eine Frau wurde mit Stichverletzungen ins Krankenhaus gebracht, sie sollen aber nicht lebensbedrohlich sein. Eine weitere Frau erlitt leichte Verletzungen durch Glas, das durch die Schüsse der Polizei zu Bruch gegangen war.

"Ich habe gerade die Straße überquert, als ich einen Mann mit einer Machete und silbernen Behältern an der Brust gesehen habe", schilderte ein Jugendlicher der Nachrichtenagentur PA. Der Mann sei von einer Person in ziviler Kleidung verfolgt und mit mehreren Schüssen getötet worden. Vermutlich habe es sich um einen verdeckten Ermittler gehandelt, sagte der Jugendliche. Er selbst habe sich in eine Bücherei geflüchtet.

Premierminister Boris Johnson dankte der Polizei und den Rettungskräften per Kurznachrichtendienst Twitter. "Meine Gedanken sind bei den Verletzten und allen Betroffenen", teilte er mit.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan twitterte: "Terroristen versuchen uns zu spalten und unseren Lebensstil zu zerstören - hier in London werden wir sie damit niemals Erfolg haben lassen."

Bilder vom Tatort in sozialen Medien zeigten Fahrzeuge der Polizei und der Ambulanz. Hubschrauber kreisten über dem Tatort. Scotland Yard rief dazu auf, das Gebiet zu meiden.

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