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Manuela Gajewi nun im Amt

Die Gemeinderäte ließen in der ersten Sitzung unter neuem Vorsitz keinen Zweifel: Jetzt sei Priestewitz in guten Händen.

© Catharina Karlshaus

Von Catharina Karlshaus

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Priestewitz. So viele besetzte Stühle hatte der Sitzungssaal in der Priestewitzer Gemeindeverwaltung wohl lange nicht gesehen. Einwohner, zahlreiche Mitarbeiter und auch frühere Bedienstete waren am Dienstagabend gekommen, um vor allem Punkt vier der Tagesordnung mitzuerleben: „Vereidigung und Verpflichtung der Bürgermeisterin“.

Eine Bürgermeisterin, die im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin Susann Frentzen, bei Amtsantritt längst keine Unbekannte in Priestewitz ist. 17 Jahre Erfahrung in der hiesigen Behörde hat Manuela Gajewi vorzuweisen. Die Leute kennen, schätzen und – mögen ganz offensichtlich die Verwaltungsfachwirtin aus Blattersleben. „Es ist unwahrscheinlich, was Ihnen da in so kurzer Zeit gelungen ist! Wenn man die Gemeindeverwaltung betritt, fällt einem sofort auf, dass die Mitarbeiter gut drauf sind, und sich regelrecht auf die gemeinsame Arbeit zu freuen scheinen“, konstatierte Joachim Wilzki (Freie Bürgergemeinschaft).

Dem redegewandten Gemeinderat war es wie bereits vor sieben Jahren zugekommen, die Vereidigung der neuen Verwaltungschefin vorzunehmen. Nach 20-jähriger Ära ihres Vorgängers Ernst-Georg Rendke (CDU) hatte Susann Frentzen als kommunalpolitische Seiteneinsteigerin damals die Geschäfte übernommen. „Wir sind gespannt, wie der Neuanfang von ihnen gestaltet wird“, bekannte Wilzki seinerzeit. Spätestens am Abend dieses 6. Februar 2018 dürfte nicht nur den Anwesenden zu Ohren gekommen sein, dass wohl eher das Ende dieser Amtszeit – vor allem hausintern – ein Problem darstellte.

Doch davon sollte nun keine Rede mehr sein. Die Zeichen standen unverkennbar auf Neuanfang, die Stimmung war gelöst und der Beifall deutlich laut, nachdem Manuela Gajewi ihren Eid geleistet hat: „Ich schwöre, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und Können führen, Verfassung und Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegenüber allen üben werde.“

Respekt vor dem Amt eines Bürgermeisters, das die Gemeinderäte Manuela Gajewi durchaus zutrauen. Immerhin habe sich die 49-Jährige selbst nicht auf diesen Posten gedrängt. Erst nach mehrmaligen Nachfragen, Bitten und Drängen habe sich die bisherige Hauptamtsleiterin letztlich zur Kandidatur entschlossen. „Ihnen sind die Dinge mit Ihrer Wahl im November nun anvertraut worden, und das, was Ihnen öffentlich zugetraut wird, entspricht Ihnen auch. Sie bringen unserer Meinung nach ein hohes Maß an Sachkenntnis mit und eine gesunde Portion Achtung vor den Aufgaben sowie der Tätigkeit an sich“, befand Joachim Wilzki. Eine gute Mischung, um die Geschicke der Gemeinde fortan in den richtigen Bahnen lenken und erfolgreich führen zu können. „Wir sind der Ansicht, Priestewitz liegt bei Ihnen in guten Händen! Und das kommt nicht oft vor im Leben, dass man sich sicher sein kann, dass etwas gut wird!“

Lobeshymnen, die Manuela Gajewi sogleich an ihre Mitarbeiter und den stellvertretenden Bürgermeister Konrad Zscheile weitergab. Schließlich sei der ehrenamtlich Tätige es gewesen, der den Verwaltungsmitarbeitern besonders im letzten viertel Jahr intensiv zur Seite gestanden habe. „Und nun steigen wir aber in die Tagesordnung ein“, erklärte die frisch gebackene Bürgermeisterin lachend und leitete ihre erste Sitzung. Fördermittel, Haushaltplan und Bauangelegenheiten – als hätte sie nie etwas anderes getan.