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Sport

Wegen Corona: Nichts läuft mehr in Berlin

Die Ausrichter sagen den Marathon für dieses Jahr endgültig ab. Die Organisatoren in New York machen es auch - aus Sorge vor der Rückkehr des Virus.

Dieses Bild bietet die Straße des 17. Juni in Berlin in diesem Jahr nicht.
Dieses Bild bietet die Straße des 17. Juni in Berlin in diesem Jahr nicht. © dpa/Paul Zinken

Berlin. Der Berlin-Marathon fällt 2020 endgültig der Corona-Krise zum Opfer. Nachdem zuletzt eine Verschiebung des für den 27. September angesetzten Straßenlaufs diskutiert worden war, folgte am Mittwoch von den Ausrichtern  die Absage für dieses Jahr. Die Erarbeitung eines Hygiene-Konzeptes und unzählige Gespräche mit Behörden und Fachleuten hätten ergeben, dass das Rennen unter den aktuellen Vorgaben 2020 nicht zu organisieren sei, gab der Veranstalter bekannt.

"Schon allein aufgrund der Witterungsbedingungen und der immer kürzer werdenden Tage ist es sehr schwierig, den Berlin-Marathon mit seinen diversen Wettbewerben und Veranstaltungs-Formaten noch dieses Jahr auszutragen", betonte Jürgen Jock. Der Geschäftsführer des Ausrichters SCC Events ergänzte: "Dazu kommt die Unsicherheit, welche Auflagen zu einem späteren Zeitpunkt noch gelten. Die Frage, ob Athleten bis dahin wieder international reisen können, können wir jetzt auch nicht beantworten."

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Die Stadt Berlin untersagte bereits Ende April Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Teilnehmern. Seitdem ließ sich schon das eigentlich anvisierte Datum nicht mehr halten. Jetzt sind auch die Verlegungspläne vom Tisch.

Auch New York muss dieses Jahr ohne Marathon überbrücken.
Auch New York muss dieses Jahr ohne Marathon überbrücken. © dpa/Eduardo Munoz Alvarez

Angesichts der anhaltenden Coronavirus-Pandemie findet auch die 50. Auflage des legendären New-York-Marathons nicht statt. Das für den 1. November geplante Großereignis, der laut eigenen Angaben größte Marathon der Welt, wurde für 2020 gestrichen, gaben die Organisatoren am Mittwoch bekannt. "Die Absage des diesjährigen New-York-City-Marathons ist für alle Beteiligten unglaublich enttäuschend, aber es war eindeutig der Kurs, den wir aus Sicht von Gesundheit und Sicherheit einschlagen mussten", sagte Michael Capiraso, Präsident des Veranstalters "New York Road Runners".

Bürgermeister Bill de Blasio begrüßte die Entscheidung. Sie zeige, dass die Gesundheit von Läufern und Zuschauern an erster Stelle steht: "Wir freuen uns auf den 50. Lauf des Marathons im November 2021." Seit 1970 liefen Hunderttausende Menschen beim New-York-Marathon durch die US-amerikanische Ostküsten-Metropole. 2019 erreichten gut 53.000 Teilnehmer nach 42,195 Kilometern die Ziellinie.

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Die Corona-Krise traf New York mit seinen etwa acht Millionen Einwohnern besonders hart. In den vergangenen Monaten war die Großstadt ein Epizentrum der Pandemie, konnte die Zahl der Neuinfektionen und Toten aber deutlich senken und gilt in den USA inzwischen als Erfolgsgeschichte bei der Bekämpfung des Virus. Doch die Sorge der Ausrichter war groß, dass Teilnehmer aus anderen Ländern und Bundesstaaten der USA die Infektions-Rate wieder steigen lassen könnten. Die Organisatoren teilten mit, dass sie angemeldete Läufer bis zum 15. Juli benachrichtigen. Anschließend erstatten die Veranstalter auch die Meldegebühren zurück. (sid/dpa)

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