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Markt in Nord wird jetzt gebaut

Vor Weihnachten will die TAG Wohnen den Bau des Penny-Marktes abschließen. Und das ist nicht alles.

© Luftbild: Dietmar Thomas

Von Jens Hoyer

Döbeln. Die TAG Wohnen legt los mit dem Neubau des Einkaufsmarktes in Döbeln Nord. Anfang Mai sollen die Erdarbeiten auf dem Grundstück zwischen der Straße Zur Muldenterrasse und dem Dienstleistungszentrum beginnen. Wenn alles nach Plan läuft, wird der Lebensmitteldiscounter Penny als Mieter schon das Weihnachtsgeschäft mitnehmen.

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Die neuen Märkte des Lebensmitteldiscounters haben ein modernes Erscheinungsbild. Ein sehr ähnlicher Markt war im vorigen Jahr in Ostrau eröffnet worden.
Die neuen Märkte des Lebensmitteldiscounters haben ein modernes Erscheinungsbild. Ein sehr ähnlicher Markt war im vorigen Jahr in Ostrau eröffnet worden. © Penny

Einen Unsicherheitsfaktor gibt es noch, sagte Dirk Förster-Wehle, Leiter Immobilienmanagement der TAG. Erst, wenn die Erdarbeiten begonnen haben, steht endgültig fest, wie der Untergrund beschaffen ist. Der ist nicht unproblematisch. Früher hatte dort ein Bauernhof gestanden, der Boden ist aufgeschüttet. Wenn eine Befestigung des Baugrunds erfolgen muss, könnte sich das Bauende noch um einige Wochen nach hinten verschieben. Der Bau des Marktes ist dagegen kein Problem. Er wird nach dem Standard des Mieters Penny errichtet und birgt damit keine unkalkulierbaren Risiken. Ein ganz ähnlicher Markt war erst im vorigen Jahr in Ostrau errichtet worden. Auch die ausführende Firma ist dieselbe. Als Generalauftragnehmer agiert die Firma Industriebau Haldensleben.

Eigentlich sollte es schon im vergangenen Jahr losgehen mit dem Bau. Aber auch zwei Jahre Entwicklungszeit für das Vorhaben hält Förster-Wehle noch für ziemlich sportlich. „Wir sind froh, dass wir das so hinbekommen haben. Das ging auch nur wegen der guten Zusammenarbeit mit der Stadt so schnell“, sagte Förster-Wehle.

Der Markt entspricht in seiner Gestaltung der neusten Generation von Penny-Märkten. Viele Lebensmittel-Discounter sind in den vergangenen Jahren weggekommen von eng und düster zu geräumig und hell. Der Markt wird 800 Quadratmeter Fläche haben. Dem Kunden stehen 70 Parkplätze zur Verfügung. „Wir haben ganz schön gezirkelt, um das alles auf dem Gelände hinzubekommen“, sagte Förster-Wehle. Die Einfahrt zum Markt liegt direkt an der Straße Zur Muldenterrasse. Die Anlieferung wird über die Badische Straße erfolgen. Im Vorkassebereich des neuen Marktes wird es auch einen Backshop geben. „Wir sind mit einigen Bäckern der Region im Gespräch“, sagte Förster-Wehle.

Eigentlich gehört der Bau von Lebensmittelmärkten nicht zu den ureigensten Geschäftsfeldern der TAG. Aber Döbelns größter Vermieter will das Wohngebiet aufwerten. Im Einzelhandelskonzept der Stadt ist Döbeln Nord das einzige Wohngebiet, wo Defizite bei der Versorgung gesehen werden. Bisher gibt es dort nur den kleineren Nah & Frisch-Supermarkt Förster. Auch der bleibe wichtig fürs Wohngebiet, schätzte Förster-Wehle ein. Der Supermarkt engagiert sich beim Catering und versorgt viele ältere Leute mit Essen. „Wir arbeiten zusammen und haben ihn auch schon für unsere Mieterfeste gebucht“, so Förster-Wehle.

Die TAG plant die Sanierung eines weiteren altersgerechten Wohnblocks am Doblina-Weg, sagte Förster-Wehle. Derzeit läuft gerade der Umbau der Wohnblöcke Bayerische Straße 11/12 auf Hochtouren. Ab dem Sommer werden dort 86 altersgerechte Ein- bis Dreiraumwohnungen zur Verfügung stehen. Außerdem eröffnet der Pflegedienst Brambor eine Tagespflegeeinrichtung.

Im vergangenen Jahr hatte die TAG 55 Wohnungen an der Straße der Jugend mit Balkonen ausgestattet. Außerdem wurde ein ganzer Block mit 20 Wohnungen an der Westfälischen Straße komplett saniert und umgebaut.

Die Begegnungsstätte, die die TAG Wohnen vor einigen Jahren an der Straße der Jugend eröffnet hatte, wird voraussichtlich Mitte Mai an einen zentraleren Ort umziehen. „Wir lassen gerade die ehemalige Zahnarztpraxis im Dienstleitungsgebäude umbauen“, sagte Förster Wehle. In den Räumen im ersten Stock wird mehr Platz zur Verfügung stehen. „Das soll ein generationenübergreifender Treff sein“, so Förster Wehle. Für gehbehinderte Menschen und Rolli-Fahrer wird es einen Treppenlift nach oben geben.