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Martin Luther erstrahlt

© SZ/Gunnar Klehm

Das Denkmal zu Ehren des Reformators in Bad Schandau ist ein Kleinod, das noch zu wenige kennen. Das soll sich im Luther-Jahr ändern.

Von Gunnar Klehm

Dass man mit Licht in beeindruckender Weise auf seine Highlights aufmerksam machen kann, beweist die Stadt Bad Schandau mit dem historischen Personenaufzug nach Ostrau. Tausende LED-Lampen markieren die Stahlkonstruktion und sind weit im Elbtal sichtbar. Bei vielen Touristen ist das ein beliebtes Fotomotiv.

Nun gibt es eine neue Licht-Idee. Das Denkmal zu Ehren des Kirchenreformators Martin Luther soll auch angestrahlt werden. Das hatte Maik Bredner (CDU) im Stadtrat angeregt und erfuhr auf Nachfrage, dass sich die Stadtverwaltung dazu bereits beraten lassen hat. Die Firma Wea, die mit der Instandhaltung der Straßenbeleuchtung in der Stadt beauftragt ist, machte den Vorschlag, einen Scheinwerfer an dem nur wenige Meter entfernten Lichtmast zu montieren. Das wäre am einfachsten. Eventuelle Erdarbeiten, um ein Kabel zu verlegen, wären dann unnötig. Damit würde man auch aufwendige Abstimmungen und Genehmigungen vermeiden. Denn der Lutherplatz mit seinem Denkmal befindet sich oberhalb des Hotels Lindenhof an der Badallee am Hang zur Ostrauer Scheibe. Das Waldgebiet gehört zwar nicht zum Nationalpark, aber zum Landschaftsschutzgebiet.

Den Lutherplatz gibt es seit 200 Jahren. Der Kaufmann Hering legte ihn damals an, wie auf einer Tafel zu lesen ist. Außerdem wurden auf dem Platz drei Eichen gepflanzt, die von der Wartburg stammen. Im Jahr 1900 wurde das Luther-Denkmal durch den Gebirgsverein Saxonia erneuert. Seitdem hat sich an der Gestaltung des Platzes nichts Wesentliches mehr verändert.

Stadtrat Maik Bredner regte an, auch noch die Sichtachse von der Bundesstraße freizuschneiden, damit die Beleuchtung eine noch bessere Wirkung erzielt. „Das wäre was für das Luther-Jahr“, sagte Bürgermeister Thomas Kunack. (WV Tourismus) 2017 wird der 500. Jahrestag der Reformation gefeiert. Ob eine Sichtachse freigeschnitten werden kann, will der Bürgermeister nun versuchen, mit der Nationalparkverwaltung und den Anliegern zu klären. Die Finanzierung der Beleuchtung sei dagegen schon geklärt, heißt es.