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Sport

Martin-Team stürzt beim Vuelta-Auftakt

Der Jumbo-Visma-Rennstall mit dem Lausitzer Radprofi verliert im Mannschaftszeitfahren 40 Sekunden auf die Gewinner. Der Kapitän verletzt sich.

Bei der Tour ist es gut gegangen, bei der Vuelta nicht.
Bei der Tour ist es gut gegangen, bei der Vuelta nicht. © dpa/Yorick Jansens

Torrevieja. Tony Martin hat das Auftakt-Mannschaftszeitfahren der Spanien-Rundfahrt mit seinem Jumbo-Visma-Rennstall gründlich verbockt. Auf den verwinkelten 13,4 Kilometern mit spektakulärem Start inmitten des Salzgewinnungsgebietes Salinas de Torrevieja an der Costa Blanca kamen sechs Fahrer des Teams zu Fall. Während der Lausitzer Profi sich auf dem Rad halten konnte, erlitt sein slowenischer Mannschaftsgefährte Primoz Roglic, ein Favorit auf den Erfolg, einige Schürfwunden.

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Rupprich geht in die sechste Saison 

Mit Steven Rupprich bleibt ein weiterer Stammspieler der vergangenen Jahre dem Team von Eislöwen-Cheftrainer Bradley Gratton erhalten. 

Das Ziel erreichte der Jumbo-Visma-Rennstall, der bei der Tour de France das Teamzeitfahren gewonnen hatte, als 18. mit 40 Sekunden Rückstand auf die siegreiche Astana-Mannschaft um den kolumbianischen Favoriten Miguel Angel Lopez. Der Vuelta-Dritte von 2018 erreichte das Ziel als Erster seines Rennstalls und übernahm dadurch auch das Trikot des Gesamtführenden.

Er profitierte dabei nicht nur vom Missgeschick des Jumbo-Visma-Teams, sondern auch vom Chaos bei der zweitplatzierten Deceuninck-Quick-Step-Mannschaft, bei dem sich in einer Kurve kurz vor dem Ziel einige Fahrer versteuerten und der am Ende zwei Sekunden Rückstand hatte. Tagesdritter wurde der deutsche Sunweb-Rennstall mit fünf Sekunden Rückstand um Sprinter Max Walscheid aus Neuwied und Nikias Arndt aus Buchholz. John Degenkolb aus Gera verlor mit seinem Trek-Segafredo-Team als 15. 35 Sekunden auf den Tagesgewinner.

Die zweite von 21 Etappen führt am Sonntag über 199,6 Kilometer von Benidorm nach Calpe und hält mit zwei Anstiegen der 2. Kategorie, der letzte erfolgt 14 Kilometer vor dem Ziel, schon größere Schwierigkeiten bereit. Die 74. Auflage endet am 15. September nach 3.272,2 Kilometern in Madrid. (sid)