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Dresden

Marwa-El-Sherbini-Stipendium vergeben

Maya Singh bekommt in diesem Jahr das Stipendium. Es erinnert an Marwa El-Sherbini, die 2009 an einem Dresdner Gericht getötet wurde.

Maya Singh, in Nordrhein-Westfalen geboren und Studentin an der Evangelischen Hochschule Dresden, ist die neue Stipendiatin des "Marwa El-Sherbini-Stipendiums.
Maya Singh, in Nordrhein-Westfalen geboren und Studentin an der Evangelischen Hochschule Dresden, ist die neue Stipendiatin des "Marwa El-Sherbini-Stipendiums. © dpa-Zentralbild

Dresden. Die aus Nordrhein-Westfalen stammende Studentin Maya Singh bekommt das Marwa El Sherbini-Stipendium für Weltoffenheit und Toleranz 2019 bis 2021. Sie sei eine junge Frau, "die ihre beispielhaften persönlichen Erfahrungen heute einsetzt, um anderen zu helfen", sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) bei der Bekanntgabe der vierten Stipendiatin am Dienstag in Dresden.

Er bezeichnete die 27-Jährige als "Brückenbauerin zwischen den Kulturen". Sie engagiere sich vorbildhaft für ein Miteinander in Respekt und Akzeptanz bezüglich Herkunft, Glaube, Sexualität und Geschlecht, lobte Integrationsministerin Petra Köpping (SPD).

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Singh, in Emmerich am Rhein geboren, lebt seit 2013 in Dresden und absolviert ein Masterstudium in Sozialer Arbeit an der Evangelischen Hochschule. Erfahrungen mit Ausgrenzung machte die Tochter indischer Eltern schon in der Jugend und später auch als Sozialarbeiterin. Sie thematisiert Vorurteile und rassistische Äußerungen, engagiert sich für von Diskriminierung Betroffene, organisiert Veranstaltungen zu Themen wie Rassismus und Feminismus und ist Tutorin für ausländische Studenten.

Die Ägypterin Marwa El Sherbiny wurde 2009 ermordet. 
Die Ägypterin Marwa El Sherbiny wurde 2009 ermordet.  © dpa-Zentralbild

Das jeweils zum 1. Oktober für zwei Jahre vergebene Stipendium ist mit monatlich 750 Euro dotiert. Es erinnert an die Ägypterin Marwa El Sherbini, die 2009 in einer Gerichtsverhandlung um rassistische Beleidigungen vom Angeklagten erstochen wurde. Der Täter wurde wegen Mordes aus Fremdenhass zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Die bisherigen Stipendiatinnen kamen aus Jordanien, Indonesien und Ägypten. (dpa)