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Döbeln

Masern: Amt untersucht 15 Kontaktpersonen

Bislang gibt es zwar keine Hinweise auf mehr Masernfälle im Landkreis. Ausgeschlossen sind weitere Erkrankungen dennoch nicht.

Symbolfoto © dpa

Freiberg. Die Untersuchungen zu der an Masern erkrankten, erwachsenen Person in Mittelsachsen laufen, Ergebnisse sind noch ausstehend, weitere Untersuchungen finden in den nächsten Tagen statt. Das teilt das Landratsamt Mittelsachsen auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

15 Personen, die Kontakt mit der erkankten Person hatten, wurden ermittelt, deren Impfausweise kontrolliert und Blutentnahmen (Antikörperbestimmungen) durchgeführt, so die Information weiter. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand gibt es keine weiteren Fälle. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass nicht ermittelte empfängliche Personen an Masern erkranken können“, erklärt Pressereferentin Cornelia Kluge. Als empfänglich gelten alle ungeimpften Personen, die jünger als Geburtsjahrgang 1958 und ohne immunologisch nachgewiesene überstandene Erkrankung sind. Am 1. April wurde bei einer ungeimpften erwachsenen Person im Landkreis Mittelsachsen die Masernerkrankung nachgewiesen. Sie war von einer Reise aus dem Nahen Osten zurückgekehrt und wird nun in einer Klinik behandelt.

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Die Masernerkrankung gehört zu den ansteckendsten Erkrankungen, die nur beim Menschen vorkommt und durch Tröpfchen beim Husten, Niesen und Sprechen oder durch direkten Kontakt mit Erkrankten übertragen wird. „In Deutschland hat es im Jahr 2017 eine sehr starke Erkrankungswelle von Masern gegeben. Wir im Altkreis waren davon jedoch nicht betroffen“, erklärt die Döbelner Medizinerin Dr. Margit Richter. Im gesamten Landkreis waren damals zwei Fälle gemeldet worden.

„Vor allem bei dieser Krankheit ist eine möglichst flächendeckende Schutzimpfung wichtig. Denn die Kinder, die noch nicht geimpft werden konnten, weil sie zu jung sind oder krank waren, sind ganz besonders gefährdet“, so Dr. Margit Richter. Als Komplikationen können Lungenentzündung, Mittelohrentzündung oder die auch tödlich verlaufende Hirnentzündung (Enzephalitis) auftreten. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist das Risiko schwer verlaufender Komplikationen bei Kindern unter fünf Jahren und bei Erwachsenen über 20 Jahren am höchsten.