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Gesundheit

Masernfälle fördern Debatte um Impfpflicht

Seit Jahresbeginn steigen die Erkrankungszahlen wieder an, obwohl 97 Prozent der Vierjährigen geimpft sind. Das Problem sind oft Erwachsene.

© dpa

Dresden. In Sachsen steigt die Zahl der Masernfälle nach dem Rückgang 2018 seit Jahresbeginn wieder. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Dresden sind bisher mindestens elf Erkrankungen bestätigt – drei mehr als im gesamten Vorjahr.

Nach dem Höhepunkt 2015 mit 271 Fällen war das Niveau laut der Statistik 2016 auf nur 34 gesunken, für 2017 stehen doppelt so viele zu Buche. Ursachen dieser Entwicklung sind Impflücken und eine teils mangelnde Impfbereitschaft, wie das Ministerium berichtete. Nach wie vor würden viele Kinder im Freistaat zu spät geschützt und auch bei Erwachsenen gebe es „teils erhebliche Impflücken“. Während 97 Prozent der Vierjährigen einmal gegen Masern geimpft sind, waren es nur 82 Prozent der Schulanfänger 2018. „Die Quoten steigen zwar stetig, sind aber noch zu niedrig“, erklärte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU). Sie hofft auf positive Impulse durch die aktuelle Debatte um eine Impfpflicht. „Sie trägt auch dazu bei, dass sich mehr Menschen mit ihrem Impfstatus beschäftigen.“

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Klepsch steht der aus der SPD und von Kinderärzten geforderten gesetzlichen Impfpflicht offen gegenüber. Studien und Erfahrungen in anderen Ländern zeigten aber, dass das nicht unbedingt die Akzeptanz erhöhe. „Deswegen setzen wir verstärkt auf Aufklärung und Erinnerung“, sagte sie. Ab Mai fahre ein Impfbus berufliche Schulzentren ab, um Impflücken aufzudecken. Bei Masern, einer hochansteckenden Infektionskrankheit, kann es zu Hirnhaut- und schwerer Lungenentzündung kommen. (dpa)

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