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Masernfälle in Sachsen verdoppelt

Die Krankheit trifft nicht nur Kinder, sondern vermehrt auch Erwachsene – und kann schwere Komplikationen verursachen.

© Symbolfoto: Andrea Warnecke/dpa

Von Stephanie Wesely

Angesichts rapide steigender Erkrankungszahlen an Masern in Großstädten empfiehlt die Barmer, den eigenen Impfstatus zu überprüfen. „Masern sind keine Kinderkrankheit. In den vergangenen Jahren waren vermehrt auch Ältere betroffen. Mehr als die Hälfte der Masernerkrankungen betreffen heute Jugendliche und Erwachsene“, sagt Barmer-Landesgeschäftsführer Dr. Fabian Magerl. Diese Entwicklung sei besorgniserregend. Jetzt sei aktiver Impfschutz angezeigt. Haus- und Kinderärzte beraten dazu.

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In Sachsen werden Kinder im zweiten und im vierten Lebensjahr gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft. „Jugendliche und Erwachsene, die zwei Masernimpfungen erhalten haben, brauchen den Schutz nicht auffrischen zu lassen“, sagt Dr. Dietmar Beier, Vorsitzender der sächsischen Impfkommission. Steht nur eine oder keine Impfung im Ausweis, sollte der Schutz vervollständigt werden. Alle Krankenkassen in Sachsen übernehmen Beier zufolge die Kosten für die Masernimpfungen.

In Sachsen hat sich die Zahl der Erkrankten laut Robert-Koch-Institut innerhalb eines Jahres verdoppelt. 2017 wurden im Freistaat 71 Erkrankungen registriert, ein Jahr zuvor 35. Auch in diesem Jahr gibt es bereits vier Fälle. Besonders betroffen war 2017 Leipzig mit 54 Infektionen.

Einmal ausgebrochen, sind Masern schwer zu stoppen. Selbst über mehrere Meter hinweg ist eine Ansteckung möglich, und das mit teilweise lebensbedrohlichen Folgen wie etwa Hirnhautentzündung. „Vor allem Eltern von Säuglingen sollten geimpft sein“, so Magerl. Da Babys erst ab neun Monaten geimpft werden können, sind sie besonders gefährdet. (rnw/sw)