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Politik

Mauerfall: Steinmeier dankt Osteuropäern

Der Bundespräsident hat den Menschen in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Polen für ihren maßgeblichen Beitrag zur Wiedervereinigung gedankt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (r-l), Janos Ader, Präsident von Ungarn, Andrzej Duda, Präsident von Polen, Zuzana Caputova, Präsidentin der Slowakei und Milos Zeman, Präsident von Tschechien stecken Blumen in die Hinterlandmauer bei der Gedenkver
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (r-l), Janos Ader, Präsident von Ungarn, Andrzej Duda, Präsident von Polen, Zuzana Caputova, Präsidentin der Slowakei und Milos Zeman, Präsident von Tschechien stecken Blumen in die Hinterlandmauer bei der Gedenkver © Michael Kappeler/dpa

Berlin. Die Spitzen der Bundesrepublik haben gemeinsam mit den Präsidenten mehrerer ehemaliger Ostblock-Staaten bei einer zentralen Gedenkfeier in Berlin an den Fall der Mauer vor 30 Jahren erinnert. Bei der Veranstaltung auf dem früheren Todesstreifen an der Bernauer Straße sagte der Direktor der Gedenkstätten-Stiftung, Axel Klausmeier, am Samstag: "Die friedliche Revolution bedeutet zuallererst Verantwortung zu übernehmen, Toleranz zu leben, Demokratie und Menschenrechte zu achten und zu verteidigen und den Traum vom vereinten Europa mit Leben zu füllen."

An der Feier nahmen neben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesratspräsident Dietmar Woidke (SPD) auch die Staatspräsidenten der Slowakei, Polens, Tschechiens und Ungarns sowie Zeitzeugen und Schüler teil.

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Steinmeier dankte den Bürgern der vier Staaten für ihren maßgeblichen Beitrag zur Wiedervereinigung. "Ohne den Mut und den Freiheitswillen der Polen und Ungarn, der Tschechen und Slowaken wären die friedlichen Revolutionen in Osteuropa und die deutsche Einheit nicht möglich gewesen", sagte er. Er sprach in einem zweiten Teil der Feier am benachbarten Denkmal für die vier Visegrad-Staaten, das an deren Beitrag zum Fall der Mauer erinnert und das er mit den vier Präsidenten Zuzana Caputova (Slowakei), Milos Zeman (Tschechien), Andrzej Duda (Polen) und Janos Ader (Ungarn) besuchte.

Bei dem Gedenken wurden auch Rosen in die Hinterlandmauer für die Mauer-Opfer gesteckt und Kerzen zur Erinnerung an den Mut der DDR-Opposition im Herbst 1989 entzündet.

Die Bernauer Straße gilt als Symbol der deutschen Teilung. Als die Mauer 1961 hochgezogen wurde, lag die Häuserfront der Straße im Osten, der Bürgersteig im Westen.

Mit dem 9. November 1989 ging die deutsche Teilung nach rund 40 Jahren zu Ende, die Berliner Mauer selbst hatte mehr als 28 Jahre Bestand. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen starben an der etwa 160 Kilometer langen Mauer in der Hauptstadt mindestens 140 Menschen durch das DDR-Grenzregime. (dpa)