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Pirna

Wenn der Anhänger zur Bühne wird

Maxen startet am Sonntag in die Kultursaison. Mit viel Ideen und Improvisation bei Konzert und Uwe-Steimle-Gastspiel.

Maxens neue Naturbühne: Am Sonntag hoffentlich ohne dunkle Wolken.
Maxens neue Naturbühne: Am Sonntag hoffentlich ohne dunkle Wolken. © privat

Bloß gut, wenn man zuhause einen Traktoranhänger hat. Von dem der Kluges profitieren jetzt die, die für Sonntag eine Karte für das ausverkaufte Uwe-Steimle-Gastspiel auf der Naturbühne Maxen haben. Denn ohne den Anhänger von Familie Kluge könnte es nicht stattfinden. Auf der eigentlichen Bühne erlauben es die aktuellen Hygienevorschriften noch nicht. Und so wird der Anhänger zur Bühne und der Platz neben dem Parkplatz zum Zuschauerraum. Auch am Blauen Häusel findet am Sonntag ein erstes Konzert statt, für das sich Organisatorin Jutta Tronicke einiges hat einfallen lassen. Maxen wird damit am Sonntag wieder ein bisschen das sein, was es über die Kreisgrenzen hinaus bekannt macht: Ein Ort der Kultur.

Blaues Häusel: Im Notfall auch vorm Tor zu hören

Zu den Vorbereitungen für eine Veranstaltung gehört jetzt immer ein Hygienekonzept. Erst wenn das bestätigt ist, kann sie auch wirklich stattfinden. Das Konzept für das Konzert am Blauen Häusel am Sonntag, 15 Uhr, besagt: Maximal 68 Personen dürfen auf die Wiese. Was wenn mehr kommen? Dann wird das Tor geschlossen. Da Zusatzlautsprecher aufgestellt werden und es ja ein Freiluftkonzert ist, wird auch noch vor dem Tor etwas zu hören sein. Vielleicht können auch ein paar mehr Leute rein, sagt Jutta Tronicke. Sie hatte zunächst nur vier Personen aus zwei Hausständen auf eine Biergartenbank gerechnet. "Nun ist es ja schon etwas lockerer."  An die Regeln wird sich trotzdem gehalten. 

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Zu Gast ist am Sonntag das Duo  Cellcanto aus Dresden am 14. Juni, 15 Uhr, am Blauen Häusel zu Gehör. Mit Gesang und Cello präsentieren Nora Conrad und Beate Hofmann Virtuoses auf den Grenzlinie von Weltmusik, Jazz, Folk und Klassik.

Vorher gibt's drinnen Führungen

Vor dem Konzert kann das Blaue Häusel bei stündlichen Führungen zwischen 11 und 14 Uhr besichtigt werden. Für den Fußweg von Maxen nach Mühlbach sollten etwa 20 Minuten eingeplant werden. Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten. Jutta Tronicke freut sich auf den Sonntag und die Besucher. "Viele Spaziergänger haben das Plakat bereits bei ihren Corona-Ausflügen rings um Maxen bemerkt und nach Kultur hungernd sehnsüchtig über das Tor gesehen."

Erst Führungen drinnen, dann Konzert draußen: Das Blaue Häusel.
Erst Führungen drinnen, dann Konzert draußen: Das Blaue Häusel. © Jutta Tronicke

Naturbühne: Stühle, Müll und ein Ausblick

Theater auf dem Traktoranhänger: Das ist mal was anderes. Die Maxener Naturbühnenleute sind immer für eine besondere Idee zu haben. Die Not machte sie diesmal erfinderisch. Die Saison ganz zu streichen, hätte große finanzielle Einbußen bedeutet. So war klar, wenigstens die oft schon lange vorher ausverkauften Gastspiele sollen stattfinden. Und das werden sie nun auch.

Den Auftakt auf der Anhänger-Bühne macht am Sonntag Uwe Steimle. Auf dem Parkplatz oberhalb der Bühne können alle, die eine Karte gekauft haben, die Vorstellung anschauen. 12 Uhr wird mit dem Aufbau begonnen, 14 Uhr getestet. Einlass für die 17 Uhr beginnende Vorstellung ist ab 15.30 Uhr. Getränke werden verkauft, Speisen nicht. Sitzgelegenheiten sollten mitgebracht werden, für den Notfall gibt es ein paar Klappstühle. Die Abstandsregel von 1,50 Meter gilt wie das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung im gesamten Gelände. Auf den Plätzen kann der Schutz dann abgenommen werden. Im Zuschauerbereich und auf den Wegen dorthin werden entsprechende Markierungen angebracht. Damit das Gelände nach der Veranstaltung sauber ist, erhalten alle Besuchern gegen einen Pfand von fünf Euro einen Müllbeutel. Nach der Vorstellung gibt es den Pfand gegen den Beutel zurück, erklärt Dirk Kluge. 

Weitere Gastspiele sicher

Da die Vorstellung am Sonntag ausverkauft ist, hat es keinen Zweck, ohne Karte nach Maxen zu fahren. Auch Zaungäste sind nicht erwünscht bzw. sogar verboten. 

Die nächsten Gastspiele sollen auch alle stattfinden. Ausverkaufte wie das von Peter Flache auf dem Anhänger, andere in der Naturbühne. Dafür wird dann das Hygienekonzept jeweils angepasst. 

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